Hecken ermöglichen eine ökologische Vernetzung

Foto: Landpixel

Sträucher werden alle paar Jahre auf den Stock gesetzt

L P D – Das Landschaftsbild Norddeutschlands ist durch Hecken in verschiedensten Ausführungen geprägt. Hecken sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Um diesen Lebensraum zu erhalten, ist ein wiederkehrender pflegerischer Einsatz des Menschen unerlässlich, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

„Eine artenreiche und dichte Hecke ist meist das Ergebnis eines fachkundigen Pflegeeinsatzes, auch wenn das winterliche „auf den Stock setzen“, dieses auf den ersten Blick nicht immer erkennen lässt“, bestätigt Landvolkpräsident Holger Hennies. Wenn das anfallende Schnittgut als Brennholz verwendet wird, könne sich mit der Heckenpflege eine „Win-win-Situation“ für Flächenbewirtschafter und Naturschutz ergeben.

Ziele der Hecken und Feldgehölze sind jedoch die Belebung des Landschaftsbildes durch blühende oder Früchte tragende Sträucher, die Schaffung von Nahrungs-, Brut-, Zufluchts- und Schlafstätten für viele Tiere, vor allem für Vögel, Insekten und Kleinsäuger und eine ökologische Vernetzung. „Vor allem, wenn durch Kombination von Feldgehölzen und Hecken eine ökologische Vernetzung erreicht wird, profitieren viele Tier- und Pflanzenarten“, hebt Hennies hervor. Zudem dienten sie dem Lärmschutz, der natürlichen Schädlingsbekämpfung, dem Schutz vor Erosion und damit auch der Landwirtschaft.

Die kalte Jahreszeit ist aber nicht nur der richtige Zeitpunkt für die Heckenpflege, sondern auch für die Planung neuer Hecken, die dann im Frühjahr angepflanzt werden. Die Stiftung Kulturlandpflege hat dazu eine Broschüre herausgegeben, die bei der Standortwahl für Hecken und Feldgehölze, inklusive der zu beachtenden nachbarschaftsrechtlichen Regelungen, hilfreich sein kann. Darin finden sich zudem Vorschlagslisten von einheimischen und besonders typischen Gehölzarten für die verschiedenen naturräumlichen Regionen und Bodentypen in Niedersachsen. Besonders seltene und schutzwürdige Arten sind gekennzeichnet.

Vom Pflanzabstand bis hin zu der Vorbereitung der Pflanzfläche sowie der Frage, wie die Pflanzen gelagert werden, umfasst die Broschüre schließlich auch praktische Anleitungen beim Pflanzen. Ein eigenes Kapitel widmet sich den Schutzmöglichkeiten von Anpflanzungen; insbesondere hinsichtlich des Schutzes vor pflanzlicher Konkurrenz, vor Verbiss und Verfegen durch Rehwild sowie den Gefahren, die von Wühlmäusen und durch Trockenperioden ausgehen. Die Broschüre ist kostenlos unter www.stiftungkulturlandpflege.de erhältlich.

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Wiebke Molsen

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