Hecken jetzt pflanzen, schneiden und pflegen

Foto: Stiftung Kulturlandpflege

Stiftung Kulturlandpflege informiert, berät und unterstützt finanziell bei der Anlage

L P D – Hecken gehören in Niedersachsen zum Landschaftsbild. Sie säumen Feld und Flur ein, begrenzen Wege und dienen vielen Tieren als Brut-, Zufluchts- oder Schlafstätte. Was Vielen nicht bewusst ist: Damit Hecken nicht zu Baumreihen durchwachsen, müssen sie gepflegt und regelmäßig zurückgeschnitten werden. Noch bis zum 1. März dürfen diese notwendigen Arbeiten erfolgen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Danach greift das Niedersächsische Naturschutzgesetz. Es besagt, dass bis zum 30. September in freier Natur und Landschaft Hecken und Gebüsch heimischer Arten und außerhalb des Waldes stehende Bäume nicht zurückgeschnitten, gerodet, grob beschädigt oder zerstört werden dürfen.

Der natürliche Heckencharakter ist heute kaum mehr gegeben. „Bäume und Sträucher werden nicht mehr regelmäßig zurückgeschnitten, weil dazu keine wirtschaftliche Notwendigkeit besteht“, erklärt Björn Rohloff von der Stiftung Kulturlandpflege. Sie berät zu Förderprogrammen, die die Pflege von Wallhecken oder ebenerdigen Hecken beinhaltet, und fördert sogar bis zur Hälfte der Kosten. Doch damit aus den niedrigen und dichtwüchsigen Hecken keine Baumreihen werden und um zahlreichen Vogelarten und Insekten den notwendigen Lebensraum zu bieten, ist die Heckenpflege notwendig. Pflegeschnitte sollen eine landschaftsgerechte Heckenstruktur erhalten. Ob Strauchhecke, Strauchbaumhecke oder gar die „vergreiste“ Hecke bis hin zur Baumreihe – je nach Entwicklungsstadium und Art der Gehölze, der Zugänglichkeit und dem Entwicklungsziel werden die Hecken entweder beschnitten, „auf den Stock gesetzt“ oder gar einzelne Bäume bzw. Elemente mit Hecken- oder Baumschere oder auch Motorsäge entfernt. Nur intakte Hecken beleben mit ihren blühenden und Früchte tragenden Sträuchern das Landschaftsbild, dienen vielen Tieren, wie Vögeln und Insekten als Nahrungs-, Brut- oder Schlafstätte und dem Menschen als Lärmschutz. Für die Landwirtschaft sind sie nicht nur begrenzendes Flächenelement, sondern dienen auch der natürlichen Schädlingsbekämpfung und als Erosionsschutz. Für weitere Tipps zur Pflanzung von Hecken hat die Stiftung Kulturlandpflege eine eigene Broschüre herausgegeben, sie kann bei der Stiftung angefordert werden. Zudem bietet die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Norddeutsche Landschaftspflegeschule jährlich einen fünftägigen Kursus „Landschaftsgerechte Heckenpflege“ an. Infos unter www.stiftungkulturlandpflege.de. (LPD 12/2020)

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