Kooperation muss Gebot der Stunde sein

Durch die geplanten Einschränkungen sind die Landwirte am meisten gefährdet, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für den Gewässerschutz-, den Erhalt schützenswerter Landschaften und den Artenschutz eingesetzt haben. Foto: Landvolk

Nature Restoration Law: Flächendeckende Verbotspolitik hat keine Mehrheit gefunden

L P D – In der Biodiversitätsstrategie 2030 der EU wurde 2021 das Ziel formuliert, konkretere Regelungen zum Erhalt und Wiederherstellen der Artenvielfalt und intakter Ökosysteme zu erlassen. Um das dafür von der EU-Kommission vorgelegte „Nature Restoration Law“ wird seither stark gerungen, und nun hat sich das Europäische Parlament für ein solches Gesetz, aber mit deutlichen Veränderungen, entschieden. „Ich begrüße ausdrücklich, dass die pauschale Ausweitung von Schutzgebieten und andere auf eine, leider vorrangig von Sozialisten und Grünen gewünschte, flächendeckende Verbotspolitik für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft hinauslaufende Zielrichtung keine Mehrheit gefunden hat“, bewertet der Präsident des Landvolks Niedersachsen, Dr. Holger Hennies, das aktuelle Abstimmungsergebnis aus Straßburg.

„Viele Abgeordnete aus allen EU-Mitgliedsstaaten haben glücklicherweise erkannt, dass Naturschutzmaßnahmen, die auf dem Rücken der Bevölkerung in den mehrheitlich ländlich geprägten Teilen Europas ausgetragen werden, untragbar sind“, wertet Hennies. Der Landvolkpräsident ermuntert die Befürworter des jetzt vorliegenden Ergebnisses, bei den kommenden Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Ministerrat und Parlament für eine zukunftsfähige Lösung für alle mit gemeinsam getragenen, erreichbaren Zielen zu kämpfen. „Die Menschen im ländlichen Raum wünschen sich von den Verhandlern des Parlaments nun keine faulen Kompromisse, sondern das Verhindern eines Bürokratiemonsters, dass diejenigen zu bestrafen droht, die sich immer für Naturschutz eingesetzt haben“, stellt Hennies klar. Und: „Das Mandat des Europaparlaments gegen Verschärfungen des Ordnungsrechtes ist deutlich größer als die knappe Zustimmung zum Gesamtpaket.“ (LPD 52/2023)

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Weitere Beiträge

Energiepreise, Dünger und Marktstrukturen setzen Landwirtschaft weiter unter Druck

L P D – Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen stehen weiterhin unter massivem wirtschaftlichem Druck. Vor allem stark gestiegene Diesel- und Düngerpreise sowie anhaltend niedrige Erzeugerpreise verschärfen die Situation zunehmend.…

Konstruktiver Dialog stärkt die Landwirtschaft

L P D – Regelmäßig tauscht sich Ministerpräsident Olaf Lies mit dem Präsidium des Landvolks Niedersachsen zur Lage der Landwirtschaft, sie betreffende aktuelle landes- und bundespolitische Themen und anstehende Weichenstellungen…

Kommunalwahl 2026: „Dein Dorf. Deine Entscheidung“

L P D – Mit einer gemeinsamen Social-Media-Aktion starten Junglandwirte, Landjugend und Landvolk Niedersachsen frühzeitig in den Kommunalwahlkampf 2026. Ab Montag, 13. April, verbreiten die Verbände ihre Botschaft über Instagram,…

Jetzt Wegränder in Niedersachsen planen

L P D – Jetzt ist die richtige Zeit, Wegränder in Niedersachsen anzulegen und naturschutzfachlich aufzuwerten. Gemeinsam rufen die Stiftung Kulturlandpflege und das Landvolk Niedersachsen Akteure im ländlichen Raum dazu…

Landvolk: Netzpaket sorgt für Unruhe auf dem Land

L P D – In der Landwirtschaft wächst die Verunsicherung: Während Höfe zunehmend auf erneuerbare Energien setzen, sorgt ein geleakter Gesetzesentwurf – das sogenannte Netzpaket – derzeit für intensive Diskussionen…

Wie schutzbedürftig ist der Wolf?

L P D – Wie lässt sich der Schutz des Wolfs mit den Interessen der Nutztierhalter vereinbaren – und wie schnell kann Politik darauf reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich…