Landjugend und Landvolk kümmern sich ums Land!

Foto: Landvolk Niedersachsen

Präsidium trifft Mitglieder des neuen Landjugendvorstands und Agrarausschusses

L P D – „Unsere Landjugend ist ein wichtiger Vermittler zwischen Landwirtschaft und den Menschen im ländlichen Raum – eine äußerst aktive Truppe, die ganz nach ihrem Motto handelt und einfach mal macht“. Mit diesen Worten lobt Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke die Vertreter aus Vorstand und Agrarausschuss der Niedersächsischen Landjugend (NLJ) bei einem Gespräch im Landvolkhaus. Anfang Dezember wählten die Landjugendlichen auf ihrer Jubiläumsversammlung einen neuen Landesvorstand, nun fand das Kennlerntreffen und damit ein erster Austausch zwischen den neuen Mitgliedern und dem Landvolkpräsidium statt, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

„Neben rein fachlichen Agrarthemen haben wir auch gesellschaftspolitische Themen angesprochen“, sagt Lars Ruschmeyer als Sprecher des NLJ-Agrarausschusses. So wurde über die Auswirkungen des Verbots der Ferkelkastration oder die Rolle der Landwirtschaft bei der Ernährung gesprochen. „Lebensmittel müssen wieder einen Mehrwert bekommen. Das will die NLJ unterstützen und mit Aktionen das Bewusstsein dafür schärfen“, meint Ruschmeyer. Dazu gehört beispielsweise die Vermittlung von Alltagskompetenzen, die auf Vorschlag der Landjugendlichen über die Einführung eines gleichnamigen Schulfachs vermittelt werden sollten. Das Landvolk Niedersachsen ist stolz auf seine Jugendorganisation und sieht sie als Bindeglied, das mit seinen vielfältigen Ideen auch nicht der Landwirtschaft verbundene Menschen im ländlichen Raum erreicht. Hier reichen die Impulse der NLJ von der Förderung für Wohnraum für junge Leute, um Dörfer zu beleben und Generationen zusammenzuführen, bis hin zur Ablehnung der CO2-Steuer, die vor allem die ländliche Bevölkerung treffen würde. „Aufgrund schlechter Anbindungen im öffentlichen Personennahverkehr sind die Menschen auf dem Land auf das Auto angewiesen. Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden, deshalb haben wir ein Positionspapier dazu verabschiedet“, sagt Landesvorsitzender Jan Hägerling.

Die Landjugend hat das Thema Stadt-Land-Gefälle anlässlich ihres 70. Jubiläums in dem Theaterstück „Undercover in Gummistiefeln“ bearbeitet. „Auf der Grünen Woche hatte es Premiere und kam super an“, freut sich Schulte to Brinke. Er ist daher gespannt auf die große Jubiläumsfeier im März, wo das Stück erneut aufgeführt wird und zeigt, wie tolerant die Menschen auf dem Dorf sind. Mit dem Theatererfolg hat die Landjugend nicht gerechnet und ist daher zu Recht stolz, sagt die neue Landesvorsitzende Erja Söhl. Dass zudem der nächste Berufswettbewerb-Entscheid 2021 in Niedersachsen stattfinde, freut Landjugend und Landvolk gleichermaßen: „Das ist extrem wichtig für uns Niedersachsen!“, erklärt Präsident Schulte to Brinke abschließend. (LPD 10/2020)

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