Manfred Tannen

Manfred Tannen lädt zur Mitarbeit beim Projekt ILO ein. Foto: Landvolk Niedersachsen

L P D – Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke stellt sich am 3. Dezember 2020 nicht mehr zur Wahl für das Amt des Präsidenten des niedersächsischen Landesbauernverbandes. Jörn Ehlers, Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden, und Dr. Holger Hennies, ebenfalls Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolks Hannover, bewerben sich um die Nachfolge. Vizepräsident bleiben möchte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr. Als neuer Vizepräsident kandidiert Manfred Tannen; er ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland. Hier stellt sich Manfed Tannen vor.

„Als Landwirt bin ich leidenschaftlicher Nutztierhalter und weiß von der Herausforderung, Verantwortung für Familie, Betrieb und Tiere zu tragen und sich gleichzeitig ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Manfred Tannen. Seitdem sein Sohn auf dem Bauernhof als Partner eingestiegen ist, hat er mehr Zeit, sich auf seine ehrenamtlichen Tätigkeiten zu konzentrieren. Seit Anfang 2018 steht Tannen als Präsident an der Spitze des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland, nun bewirbt er sich um eine Vizepräsidentschaft beim Landvolk Niedersachsen. Der 54 Jahre alte staatlich geprüfte Landwirtschaftsleiter bewirtschaftet mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb in Bensersiel, direkt an der ostfriesischen Nordseeküste. Im Nebenerwerb werden Ferienwohnungen vermietet. Tannen ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Zum Hof gehören Milchkühe und die weibliche Nachzucht, das für die Gegend typische Grünland und einige Hektar Ackerbau. „Gerade in der Tierhaltung gibt es wichtige Fragestellungen, die wir beantworten müssen“, ist sich Tannen bewusst. Für ihn ist die Nutztierhaltung in Niedersachsen das Rückgrat der Landwirtschaft, das dementsprechend gestärkt und bei der neuen EU-Förderperiode bedacht werden muss. „Durch die erhöhte Umschichtung wird für die Gemeinsame Agrarpolitik in Deutschland zukünftig mehr Geld für die zweite Säule zur Verfügung stehen“, erläutert er. Deshalb sei es nun wichtig, bei der Ausgestaltung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) besonders die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft im Auge zu behalten.

Mit seinem Engagement in der Struktur- und Agrarpolitik setzt er sich für seine Berufskollegen ein. Wie sich politische Unsicherheiten auf die Entscheidungen in der Landwirtschaft auswirken, hat die Familie vor vier Jahren am eigenen Leib erfahren, als sie die Sauenhaltung aufgab, obwohl diese profitabel war und der Stall noch lange nicht baufällig. „Ich wollte mit meiner Sauenhaltung nicht in einen rechtlichen Graubereich geraten und Weichen für die Zukunft stellen“, begründet der Landwirt diesen Schritt.

Weitere thematische Schwerpunkte im Präsidium des Landvolks Niedersachsen wären Entwässerung und Deichschutz, aber auch Naturschutz, vor allem in Bezug auf Gänse und Wiesenbrüter. Als Milchviehhalter an der Nordseeküste gehören auch die Themen Weidehaltung und Grünland dazu. Grünland nach guter fachlicher Praxis zu bewirtschaften, ist Tannen wichtig, denn „vitales Grünland bedeutet Klimaschutz.“ Mit ordentlichem Wurzelwachstum werde die organische Masse im Boden erhöht und Kohlenstoff aus der Atmosphäre im Boden gespeichert. Auch sind ihm der Zusammenhalt innerhalb der Landwirtschaft und eine wirtschaftlich gesunde Entwicklung des Verbandes besondere Anliegen.

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