Mit dem Rad zur Milchbar und einfach genießen

Foto: Landvolk Niedersachsen

60 Melkhüs in Niedersachsen sind ideale Erfrischungsstationen – Neuer Flyer

L P D – Mit dem Rad oder wandernd die Gegend erkunden: Das sind in der Corona-Zeit mit ihren vielen Auflagen und Einschränkungen für Jung und Alt angesagte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Gaststätten und Restaurants dürfen seit kurzem unter Auflagen öffnen, um Radfahrer und Wanderer zu verköstigen. Der Andrang ist gerade zu den Wochenenden groß, da stellen die rund 60 kleinen Melkhüs an den Rad- und Wanderwegen in Niedersachsen eine gute Alternative dar. An den Raststationen kann bei einem Glas Milch aufgetankt werden, und mit dem neuen Flyer der Landesvereinigung für Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) sieht man auf einen Blick, wo die kleinen Milchhäuser Gäste zur Stärkung einladen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Seit 2001 gibt es die Raststationen, die erste wurde im Rheiderland unter dem plattdeutschen Namen „Melkhuske“ in Leben gerufen. Je nach Region variiert die Bezeichnung der aktuell 57 Stationen von Milchhäuschen über Mölkhus hin zu Melkhüs oder -hus. In den kleinen oftmals grün-weißen Milchbars mit rotem Dach bieten die Landfrauen weitaus mehr als nur leckere Milchspezialitäten an. Manche sind auf Kaffee und selbstgebackenen Kuchen spezialisiert, andere bieten selbstgemachtes Eis, Käsesnacks oder weitere regionale Produkte an. Dazu gibt es für Kinder und Erwachsene natürlich gratis Infos von den Landwirten: Woher die Milch überhaupt kommt, wie auf dem Hof gearbeitet wird und was es in der Region noch alles zu entdecken gibt.

Es lohnt sich also vorab zu schauen, ob es an der geplanten Radroute ein Melkhus gibt. Die LVN rät aktuell, sich vorab zu informieren, ob die Melkhüs ihren Betrieb wieder aufgenommen haben. In der Wildeshauser Geest hat Ute Tönjes die Tür ihres Vielstedter Melkhus geöffnet. „Es läuft einigermaßen“, sagt sie. Es seien zwar nicht so viele Gäste wie üblich, aber es werden mehr. Ute Tönjes hat die Tische auf Abstand gerückt und alle Hygienemaßnahmen umgesetzt, die Gäste tragen sich in die Listen ein. Während sich die meisten Melkhüs rund um Bremen und im Norden befinden, liegt „Wiebkes Milchhaus“ ganz im Süden Niedersachsens. In Drüber bei Einbeck öffnet Wiebke Heinemeyer von dienstags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr ihr Häuschen und kann seit der Corona-Lockerung keinen Unterschied feststellen. „Wir haben voll zu tun“, freut sie sich über den permanenten Zuspruch der Gäste aus Nah und Fern, die das leckere Eis und die Milchspezialitäten zu schätzen wissen. Infos und den Flyer zu den Melkhüs gibt es unter www.milchland.de/gesichter/melkhus/. (LPD 44/2020)

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