Nachfrage nach Biogemüse ist gestiegen

Foto: Landvolk

In den Gewächshäusern wächst schon die neue Ernte heran

L P D – Von A wie Artischocke, über Buschbohnen, Erbsen, Mangold, Peperoni, Rosenkohl, Spinat und Tomaten bis Zucchini wachsen mehr als 40 Gemüsesorten in der Gemüse-Gärtnerei Kiebitz südöstlich von Hannover. „Jeden Morgen in aller Früh wird bei uns geerntet, und dann verkaufen wir unser Obst und Gemüse direkt in unserem eigenen Bioladen und auf vielen Märkten in und um Hannover. Frischer können Lebensmittel nicht sein“, erläutert Inhaberin Antje Wilke-Rampenthal, die die Bioland-Gärtnerei vor 30 Jahren mitgegründet hat, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

„Ein Teil des Freilandgemüses, wie Möhren, Sellerie und Rote Bete, kann für ein durchgehendes Angebot im Kühlhaus optimal frisch gehalten werden, aber auch im Winter ernten wir noch Porree, Feldsalat, Grünkohl und Wirsing frisch vom Feld“, sagt Wilke-Rampenthal. In den Gewächshäusern wachsen schon seit Februar die ersten Frühgemüse, wie Radieschen, Salat, Kohlrabi und Kräutern, anschließend folgen dort die wärmeliebenden Sommerfrüchte Tomaten, Auberginen sowie verschiedene Gurkensorten.

Insgesamt wurden im ökologischen Anbau im vergangenen Jahr 379.600 Tonnen Freiland-Gemüse geerntet, zitiert der Landvolk-Pressedienst das Statistische Bundesamt (Destatis). Dies entspreche zehn Prozent der Gesamterntemenge im Freiland und einer Steigerung um knapp 16 Prozent gegenüber 2019. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 stieg die Erntemenge demnach sogar um mehr als ein Drittel, plus 34 Prozent.

Die Freiland-Anbaufläche für Gemüse im ökologischen Anbau im Jahr 2020 betrug laut Destatis in Deutschland 16.100 Hektar (ha) und machte damit 13 Prozent der gesamten Freiland-Anbaufläche aus. In Niedersachsen pflanzten im gleichen Zeitraum 201 Landwirte ihr Biogemüse auf 2.125 ha im Freiland an. 105 niedersächsische Biobauern hegten und pflegten ihr Biogemüse zusätzlich auf 25 Hektar unter Glas.

Da der vielseitige ökologische Anbau und die Weiterverarbeitung sehr arbeitsintensiv sind, werden viele helfende Hände benötigt. „Wir beschäftigen 20 fest angestellte Gärtner und Gärtnerinnen und 20 bis 25 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Verkauf“, sagt Wilke-Rampenthal. In den Sommermonaten kommen vier bis sechs zusätzliche Helfer dazu. „Wir lassen uns gerne bei der Arbeit auf unseren Feldern über die Schulter schauen“, lädt sie ihre Kunden ein. Sie schätzt den direkten Kontakt zu den Kunden und freut sich über das Interesse an der Herkunft und dem Anbau der Lebensmittel. (LPD 30/2021)

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