Neue AG „Biosicherheit in Rinderhaltungen“ gegründet

Georg Meiners: "Ziel der AG war und ist es, Arbeitshilfen für Tierhalter, Tierärzte und Behörden zu schaffen, die das anzuwendende EU-Recht und nationale Recht in Form eines betriebsindividuellen Biosicherheitskonzeptes abbilden Foto: Landvolk

Wirksame Maßnahmen vermeiden Tierleid und wirtschaftliche Schäden

L P D – Nach dem Vorbild der bereits bestehenden Arbeitsgruppen für die Schweine- und die Geflügelhaltung haben die maßgeblichen Akteure jetzt auf Initiative der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) und des Landvolks Niedersachsen die AG „Biosicherheit in Rinderhaltungen“ gegründet. „Ziel war und ist es, Arbeitshilfen für Tierhalter, Tierärzte und Behörden zu schaffen, die das anzuwendende EU-Recht und nationale Recht in Form eines betriebsindividuellen Biosicherheitskonzeptes abbilden“, erklärt dazu Georg Meiners, Präsident des Emsländischen Landvolks und TSK-Verwaltungsratsvorsitzender.

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem emsländischen Schweinebestand sowie regelmäßige Ausbrüche der Geflügelpest in Niedersachsen führen vor Augen, dass der Eintrag von Krankheitserregern in Tierbestände eine permanente Gefahr darstellt. Tierleid und enorme wirtschaftliche Auswirkungen sind die Folgen. „Doch auch für weitere Tierseuchen, wie die Maul- und Klauenseuche, die insbesondere Rinderhaltungen gefährdet, besteht für Deutschland weiterhin ein bedeutendes Risiko einer Einschleppung aus Nicht-EU-Ländern“, zitiert Heinz Korte die aktuelle Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit). „Ich bin froh, dass wir mit Gründung der neuen AG Biosicherheit in Rinderhaltungen nun auch für diese Betriebe eine Arbeitshilfe erarbeiten werden, die die Landwirte unterstützt, ihre betriebsindividuelle Biosicherheit zu verbessern.“, sagt Korte, selbst Milchviehhalter und TSK-Vorstandsvorsitzender.

Die AG setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der folgenden Institutionen zusammen: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Niedersächsische Tierseuchenkasse, Niedersächsischer Landkreistag, Veterinärämter der Region Hannover und des Zweckverbandes JadeWeser, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Rindergesundheitsdienst der LUFA Nord-West, Tierärztekammer Niedersachsen, Universität Vechta, Tierärztliche Hochschule Hannover, Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, Landvolk Niedersachsen, Bundesverband Rind und Schwein, Masterrind, Vieh- und Fleischhandelsverbände, Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung. (LPD 14/2024)

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