Niedersachsens Landwirte machen weiter Artenvielfalt

2019 brachten Landwirte auf fast 26.500 Hektar (ha) ein- oder mehrjährige Blühmischungen aus, legten auf mehr als 5.000 ha Blühstreifen an und ließen weitere 23.000 ha brachliegen, um die Artenvielfalt zu erhöhen Foto: Landvolk

Bauern zeigen mit digitaler Aktionswoche Einsatz für mehr Biodiversität auf Feldern

L P D – Landwirte engagieren sich niedersachsenweit in zahlreichen Kooperationen mit Natur- und Wasserschutzverbänden für mehr Naturschutz, denn schließlich leben sie von und mit der Natur. Niedersachsens Felder benötigen mehr Artenvielfalt zwecks Bestäubung, Nützlingsförderung und Erosionsschutz für eine langfristige Produktivität, daher sind viele Landwirte aus Überzeugung in Natur- und Klimaschutzprojekte eingestiegen. Klima- und Naturschutz bleiben für die Landwirtschaft auch im Hinblick des Ukrainekrieges wichtige Ziele, deren Umsetzung aber viel Verbesserungspotential besitzt. „Wir machen Artenvielfalt“ lautet deshalb das Motto einer Aktionswoche des Landvolks Niedersachsen in den sozialen Medien, mit der Niedersachsens Landwirte ab dem 20. Mai, dem Weltbienentag, zeigen wollen, wie sie aktiv auf Wiesen und Feldern zu mehr Biodiversität beitragen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Ob an Ufer-, Feld- und Wegrändern, auf Brachflächen oder Streuobstwiesen, Hecken oder Biotopen: So brachten beispielsweise 2019 die Landwirte in Niedersachsen auf fast 26.500 Hektar (ha) ein- oder mehrjährige Blühmischungen aus, legten auf mehr als 5.000 ha Blühstreifen an und ließen weitere 23.000 ha brachliegen, um die Artenvielfalt zu erhöhen. Niedersachsens Landwirte wollen keine „Rolle rückwärts“ in Sachen Umweltschutz und Biodiversität. Ohne Klimaschutz ist keine Ernährungssicherung möglich. Diese Botschaft wollen die Landwirte dieses Jahr über die bekannten Social-Media-Kanäle überbringen, um Verbraucherinnen und Verbraucher über die wichtigen Maßnahmen zur Artenvielfalt auf Feldern und Blühstreifen zu informieren. Dennoch sind sie auf Unterstützung angewiesen, denn Naturschutz und Artenvielfalt sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder Einzelne kann sich dabei einbringen und zur Artenvielfalt beitragen – ob im eigenen Garten oder als Blühstreifen-Pate.

Nicht nur der Weltbienentag am 20. Mai, sondern auch der „Internationale Tag der biologischen Vielfalt“ am 22. Mai sind Grundlage für diese Aktionswoche, um auf die zahlreichen Kampagnen und Projekte hinzuweisen. Dazu gehört die Initiative „Bienenfreundlicher Landwirt“, an der 845 Teilnehmer im Jahr 2021 mitgemacht haben – so viele Teilnehmer wie nie zuvor. Das Ziel ist auch in diesem Jahr die Teilnehmerzahl zu steigern. Auch das Projekt „Artenreiche Wegränder“ sowie zahlreiche Vertragsnaturschutzmaßnahmen und die Teilnahme an vielen freiwilligen Naturschutzprojekten und -kooperationen mit Jägern, Imkern oder Wasserverbänden sind Beispiele, die den Einsatz der niedersächsischen Landwirtschaft belegen, damit es zukünftig noch mehr auf Feldern, Wiesen und in Gärten brummt und summt. (LPD 38/2022)

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Silke Breustedt-Muschalla

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