Niedersächsischer Weg entwickelt sich vor Ort

Ortstermin am Steinhuder Meer mit den Landesministern Olaf Lies und Barbara Otte-Kinast, Dr. Holger Buschmann vom Nabu (links), Susanne Gerstner vom BUND sowie Dr. Holger Hennies und Karl-Friderich Meyer. Foto: Landvolk Niedersachsen

Bundesweit anerkanntes Konzept für Natur- und Artenschutz startete vor zwei Jahren

L P D – „Der Erfolg des Niedersächsischen Weges hängt nun von den Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort ab. Die Landwirte brauchen mehr Beratung, und die Naturschutzkooperationen vor Ort müssen in Zusammenarbeit mit den ökologischen Stationen auf lokaler Ebene mehr Verantwortung erhalten und zugleich auch mehr leisten“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies bei einem Ortstermin aus Anlass des zweijährigen Bestehens des „Niedersächsischen Weges“ am Steinhuder Meer. „Die Bereitschaft dazu ist vorhanden; die Angebote müssen regional passgenau und individuell sein.“

Bei einem Rundgang auf den Flächen nahe der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer zeigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie der Wiesenvogelschutz funktionieren kann und was der Biotopverbund leistet – und gaben zugleich einen Einblick in die Arbeit der Ökologischen Station.

Aktuell erzielten die Partner des Niedersächsischen Weges einen Durchbruch beim Konzept für das neue Wiesenvogelschutzprogramm. „Der Wiesenvogelschutz ist eines der wirklichen Herzensthemen in unserer Runde“, sagte Umweltminister Olaf Lies. „Wir setzen gemeinsam darauf, dass viele Landwirtinnen und Landwirte, auf deren Flächen Bekassine, Kiebitz oder Uferschnepfe eine Heimat suchen, bereit sind, Schutzmaßnahmen zu treffen. Denn hier müssen wir mehr tun: Die Bestände nehmen seit Jahrzehnten kontinuierlich ab, leider auch in vielen EU-Vogelschutzgebieten.“ Karl-Friedrich Meyer, Mitglied im Vorstand des Landvolks Niedersachsen, sagte als Vorsitzender des Fachbeirates Niedersächsischer Weg und des Ausschusses Unternehmensberatung, Markt und Bildung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK): „Wir stellen fest, wie wichtig es in diesem Jahr war, den Niedersächsischen Weg mit den ersten Biodiversitätsberatern in die Regionen und zu den landwirtschaftlichen Betrieben zu bringen. Die Beraterinnen und Berater vernetzen sich jetzt dort mit den Landkreisbehörden, Landwirtschafts- und Umweltverbänden sowie interessierten Akteuren wie der Jägerschaft vor Ort und setzen den kooperativen Ansatz um. Gemeinsam stellen sie eine regionale Biodiversitätsplanung auf und werden praktikable Maßnahmen für die Betriebe anbieten.“ Diese kämen der Nachhaltigkeit der Betriebe und auch dem Arten-, Natur- und Gewässerschutz in der Landschaft zugute. Die Beratung solle landesweit ausgeweitet werden, und das Kompetenzzentrum ökologischer Landbau Niedersachsen (KÖN) unterstütze bei der Qualifizierung des Beraterteams. (LPD 53/2022)

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