Niedersächsischer Weg: Weitreichende Einigung erzielt

Foto: Landvolk Niedersachsen

Die wichtigsten Eckpfeiler stehen fest

L P D – „Für die Bäuerinnen und Bauern steht im Vordergrund, dass sich die Erzeugung von gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln mit den Bedürfnissen an den Natur- und Artenschutz in Balance bringen lässt. Dies wird in Zukunft noch besser gelingen, da die zusätzlichen Leistungen der Landwirte finanziell ausgeglichen werden. Der Niedersächsische Weg hat Modellcharakter und kann Vorbild sein für ähnliche Vereinbarungen in anderen Bundesländern“, erklärte Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke am (heutigen) Donnerstag in der Landespressekonferenz. Anlass war eine gemeinsame Veranstaltung der Bündnispartner, bei der symbolisch die endgültige Vereinbarung unterzeichnet worden ist.

Für den Schutz von Wiesenvögeln und von Flüssen und Bächen werden die Landwirte mehr Flächen zur Verfügung stellen und erhalten dafür einen finanziellen Ausgleich. Für die Förderung einer klimaschonenden Bewirtschaftung und den Ausbau des Ökolandbaus wurden Rahmenbedingungen vereinbart. Zu den Zielen gehören der Ausbau des ökologischen Landbaus auf zehn Prozent der Fläche in Niedersachsen bis 2025 und auf 15 Prozent bis 2030. Diesen Prozess will das Land mit einem Bündel an zusätzlichen Beratungs- und Förderangeboten unterstützen.

Für die Neugestaltung von Gewässerrandstreifen soll ein „grüner Meter“ zur Biotopvernetzung in Regionen mit besonders hoher Gewässerdichte eingeführt werden, der mit einem Begrünungsgebot bzw. Pflugverbot bei Äckern belegt ist. Darüber hinaus wurden für Futterbauflächen spezifische Regelungen getroffen. Der Wiesenvogelschutz hat mit der Vereinbarung einen neuen Rahmen erhalten: Zukünftig werden Landwirte freiwillig zum Schutz von Wiesenbrütern später mähen und Schutzzonen einrichten; hierfür gibt es ebenfalls einen finanziellen Ausgleich.

Noch sind nicht alle Themen des Niedersächsischen Weges final bearbeitet worden. „Wir arbeiten weiter dafür, bei den offenen Fragen einen guten Ausgleich der Interessen zu erzielen“, sagte Schulte to Brinke. „Offen sind zum Beispiel noch die erweiterten Ausführungen für den Erschwernisausgleich, die Eckpunkte für eine Schutzgebietsbetreuung in Natura 2000-Gebieten und wie die Beratung der Landwirte vor Ort gestaltet wird.“

Alle gesetzlichen Regelungen sollen bis Jahresende getroffen sein. (LPD 85/2020)

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Die wichtigsten Eckpfeiler stehen im Niedersächsischen Weg fest. Albert Schulte to Brinke äußert sich nach der heutigen Landespressekonferenz: „Wir möchten auch in Zukunft auf Augenhöhe diskutieren und weiter gute Ergebnisse für die Landwirtschaft und den Artenschutz erreichen“.

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Sonja Markgraf

Pressesprecherin

Tel.: 0511 36704-31

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