Ökobranche schaut mit Interesse auf die Biofach

Mit großem Interesse blickt die Öko-Branche vom 14. bis 17. Februar 2023 auf die Weltleitmesse für Biolebensmittel Biofach in Nürnberg Foto: Messe Nürnberg

Messe mit Kongress vom 14.-17. Februar in Nürnberg

L P D – Rund 1,7 Millionen Hektar Land werden in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Damit weist Deutschland unter den EU-Ländern die viertgrößte Öko-Anbaufläche auf, zitiert der Landvolk-Pressedienst Zahlen von Eurostat. Insgesamt gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2021 36.307 Bio-Höfe in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent. Der Flächenanteil der Biolandwirtschaft in Niedersachsen lag Ende 2021 bei 5,6 Prozent (bundesweit 10,9 Prozent). Das entspricht 143.024 Hektar.

Obwohl in Niedersachsen lediglich rund sieben Prozent der Bauern ökologisch wirtschaften, hat Bio in Niedersachsen eine lange Tradition. Viele Bio-Pioniere, wie die Unternehmen Voelkel, Bauck oder die Bohlsener Mühle, die heute zu den Marktführern in ihren jeweiligen Segmenten in Deutschland gehören, haben dort ihren Sitz.

Mit entsprechend großem Interesse blickt die Öko-Branche daher vom 14. bis 17. Februar 2023 auf die Weltleitmesse für Biolebensmittel Biofach in Nürnberg. 2.700 Aussteller, davon 65 aus Niedersachsen, die zum Teil als Ausstellergemeinschaft unter Regie der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft in Halle 6 vertreten sind, präsentieren dort ihre Produkte und Dienstleistungen. Auf gut 400 m² Ausstellungsfläche nehmen 15 Lebensmittelhersteller und fünf Dienstleister an der niedersächsischen Ausstellergemeinschaft teil.

In der Ausstellergemeinschaft ist auch das i-KÖN als Tochtergesellschaft des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) vertreten und lädt Experten zum Diskutieren ein. Im Kongressprogramm will das i-KÖN der Frage nachgehen, welche Bedeutung Kommunikation für den Bio-Absatz hat und wie man sie verbessern kann. Prof. Dr. Antje Risius von der Universität Göttingen wird dazu am Mittwoch, 15. Februar, von 11.45 Uhr bis 12.30 Uhr, die Ergebnisse eines Projekts vorstellen, an dem das KÖN beteiligt war. Weitere Informationen dazu sind unter https://www.oeko-komp.de/projekte/avoel/ abrufbar. Es gibt zudem die Möglichkeit, Teile des Kongresses über die digitale Plattform im Live-Stream anzusehen. Weitere Informationen unter www.biofach.de/kongress.

Die Messe hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet und richtet sich ausschließlich an Fachpublikum. Wem der Weg nach Nürnberg zu weit ist, der kann sich den 17. September vormerken, dann findet in Hamburg die BioNord als Biomesse für den Fachhandel in Norddeutschland statt. Mehr dazu unter www.bionord.de. (LPD 12/2023)

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Wiebke Molsen

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