Ulrich Löhr

Foto: Landvolk Niedersachsen

L P D – Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke stellt sich am 3. Dezember 2020 nicht mehr zur Wahl für das Amt des Präsidenten des niedersächsischen Landesbauernverbandes. Jörn Ehlers, Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden, und Dr. Holger Hennies, ebenfalls Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolks Hannover, bewerben sich um die Nachfolge. Vizepräsident bleiben möchte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr. Als neuer Vizepräsident kandidiert Manfred Tannen; er ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland. Hier stellt sich Ulrich Löhr vor.

„Ich habe großen Spaß an der Arbeit im Präsidium und würde diese Arbeit auch sehr gerne mindestens drei weitere Jahre erfolgreich fortführen.“ Mit diesen Worten stellt sich Ulrich Löhr nach sechs Jahren als Vizepräsident im Landvolk Niedersachsen zur Wiederwahl. Der Landwirt aus dem Landkreis Wolfenbüttel bewirtschaftet einen „Gemischtwarenladen“ mit Ackerbau, Hähnchenmast, Damwild und der Beteiligung an einer Biogasanlage. Im Landvolk ist er Ansprechpartner für Ackerbau und Sozialpolitik, sowie Kontaktmann für die Vorstände der beiden Landfrauenverbände in Niedersachsen. Seit 2013 ist der 53-Jährige Vorsitzender des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land.

Löhr ist fasziniert von der Vorstellung, durch verbesserte Technologien, Pflanzenzucht und integrierten Pflanzenbau den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu reduzieren. „Mit modernen Züchtungsmethoden lassen sich Pflanzen züchten, die Schädlingen trotzen“, sagt der Landwirt. Dazu werde jedoch noch viel Forschung und Entwicklung nötig sein. Um seinen Bauernhof weiterzuentwickeln, nimmt der umtriebige Landwirt an einem Verbundprojekt zur „Förderung von Insekten im Ackerbau“ – kurz FINKA – teil. Das Projekt erarbeitet Lösungsstrategien zur Förderung von Insekten und stößt damit innerhalb der Landwirtschaft eine breite Diskussion an. „Ich hoffe auf Lerneffekte durch Ausprobieren“, sagt Löhr. Ihm ist wichtig, dass Landwirtschaft sich neuen Erkenntnissen öffnet, aber trotzdem weiterhin produktiv, wettbewerbsfähig und ressourcenschonend arbeiten kann, um sichere und qualitativ hochwertige Lebensmittel herzustellen. „Der Zugang zu erstklassigen Lebensmitteln ist ein stabiles Fundament für unsere Gesellschaft“, ist sich der Vater dreier Töchter sicher.

Er hat sich deshalb auch für die Obst- und Gemüsebaubetriebe eingesetzt, denen zu Beginn der Corona-Pandemie die ausländischen Saisonarbeitskräften für die Ernte ihrer wertvollen Früchte gefehlt haben. „Dank unserer intensiven Einflussnahme auf die zuständigen Behörden konnte der Bedarf an Saisonarbeitern in den spezialisierten Obst- und Gemüsebaubetrieben zur Zufriedenheit gedeckt werden“, freut Löhr sich über den Erfolg seiner Arbeit. Die Anforderungen der Gesellschaft an die Tierhaltung setzt er aus eigenem Antrieb in seinem Hähnchenstall um. „Bei warmem Wetter tun wir alles dafür, um die Temperatur in den Ställen abzusenken“, erklärt er den Einsatz der Sprüh-Kühlanlage, mit der im Stall ein angenehmes Klima herrscht. Neben seiner Damwildherde gehören die Schwalben zu Löhrs Lieblingstieren. Für sie öffnet er jedes Frühjahr seine Tore und füllt bei Trockenheit mit dem Wasserschlauch die Matschpfütze vor dem Hof auf, damit den Vögeln genügend Material zum Nestbau bereitsteht.

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