Wärme aus dem Wald: Holz richtig nutzen und regional heizen

Aus Sicht der Waldbesitzerverbände ist es entscheidend, dass Holz weiterhin als regenerative Energie anerkannt bleibt und verlässlich genutzt werden kann Foto: Landvolk

Warum Holzenergie für Niedersachsen unverzichtbar bleibt

L P D – Bei kalten Temperaturen und Schneefall liefern Niedersachsens Wälder wohlige Wärme bis ins Wohnzimmer. Rund ein Drittel aller Haushalte in Niedersachsen nutzen Kaminöfen oder Herde, die mit Scheitholz oder Pellets betrieben werden. Holz spielt damit für viele Menschen im Alltag eine wichtige Rolle als regional verfügbarer Energieträger. „Um einen klimastabilen Wald aufzubauen, sind Pflegemaßnahmen der jungen Baumbestände nötig. Das dabei anfallende Holz verbleibt einerseits als Totholz im Wald und wird andererseits vielfältig genutzt – auch als typisches Brennholz“, erklärt der Präsident des niedersächsischen Waldbesitzerverbandes, Philip von Oldershausen. Die energetische Nutzung von Holz ist ein wichtiger Bestandteil regionaler Wertschöpfung und gerade in der Winterzeit eine sehr beliebte Wärmequelle auf dem Land und in der Stadt.

Rund ein Viertel der Landesfläche Niedersachsens ist bewaldet. Bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder fällt kontinuierlich Holz an, das verantwortungsvoll eingesetzt wird. Ein Teil verbleibt als Totholz im Wald und ist unverzichtbar für das Ökosystem – als Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Anderes Holz, das sich nicht für langlebige Produkte wie Möbel, Bauholz oder Papier eignet, wird sinnvoll für die Wärmeerzeugung genutzt. Da dieses Brennholz überwiegend aus der Region stammt, bleiben die Transportwege kurz und das Klima wird geschont. Von Oldershausen bringt es auf den Punkt: „Unser Holz hat im Rahmen einer nachhaltigen Bewirtschaftung eine sehr breite Verwendungsmöglichkeit, die wir gerne ausweiten möchten, aber im Augenblick darf man sich auch mal an einem gemütlichen Beisammensein am warmen Kamin freuen.“

In Zeiten von Klimawandel, Energiewende und unsicherer Energieversorgung gewinnt der heimische Rohstoff erneut an Bedeutung und leistet somit einen wichtigen Beitrag für den Umbau hin zu stabilen, klimafitten Waldbeständen. Aus Sicht der Waldbesitzerverbände ist es deshalb entscheidend, dass Holz weiterhin als regenerative Energie anerkannt bleibt und verlässlich genutzt werden kann.

Wer zu Hause mit Holz heizt, sollte einige Grundregeln beachten, damit der Ofen sauber und effizient arbeitet. Verwendet werden darf nur der im Handbuch der jeweiligen Feuerungsanlage zugelassene Brennstoff-Pellets gehören beispielsweise nicht in einen Scheitholzofen. Scheitholz muss ausreichend trocken sein: Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60 Prozent Wasser, für eine saubere Verbrennung sind jedoch 15 bis 20 Prozent erforderlich. Dafür ist in der Regel eine etwa zweijährige, gut belüftete und regengeschützte Lagerung notwendig oder ein entsprechender Hinweis vom Brennholzlieferanten Ihres Vertrauens, dass es sich um ausreichend trockenes Holz handelt. Verboten ist die Verbrennung von Abfällen sowie von lackiertem, behandeltem oder altem Holz wie Paletten oder Möbeln, da dabei gesundheitsschädliche Emissionen entstehen. Wer auf regionales Brennholz setzt, schont zusätzlich das Klima durch kurze Transportwege.

Regionales Brennholz kann zum Beispiel über die Seite der Landesforsten Niedersachsen bezogen werden: Brennholzverkauf

(LPD 10/2026)

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