Wegen MKS: Vorsicht mit Lebensmitteln auf Reisen

Das Landvolk rät, keine Fleisch- und Milchprodukte als Souvenir aus dem Ausland mitzubringen. Lebensmittelreste sollten auf Raststätten zum Schutz der Tiere auf keinen Fall draußen oder in freier Natur, sondern in geschlossenen Mülleimern entsorgt werden, weil das Virus in Fleisch und Rohmilch überlebt Foto: Pixabay

Neue Ausbrüche in Nachbarländern – Verband mahnt zur Vorsicht in der Osterferienzeit und auf der Jagd

L P D – Das Landvolk Niedersachsen mahnt im Zusammenhang mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) für die Osterreisezeit zu erhöhter Vorsicht im Umgang mit Lebensmitteln auf Ausflügen, Urlaubs- und Jagdreisen. In südöstlichen EU-Ländern verzeichnen die dortigen Behörden ein signifikantes Seuchengeschehen. Insgesamt sind in Ungarn und der Slowakei aktuell ein knappes Dutzend Betriebe und mehrere tausend Tiere betroffen. Die Region befindet sich im Vierländereck Ungarn, Slowakei, Tschechien und Österreich. Rund um die Osterfeiertage und in den Schulferien wird nicht nur in dieser Region mit erhöhter Reisetätigkeit gerechnet. „Wir raten deshalb dazu, keine Fleisch- und Milchprodukte als Souvenir aus dem Ausland mitzubringen. Lebensmittelreste sollten auf Raststätten zum Schutz der Tiere auf keinen Fall draußen oder in freier Natur, sondern in geschlossenen Mülleimern entsorgt werden, weil das Virus in Fleisch und Rohmilch überlebt“, sagt Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg.

Die Maul- und Klauenseuche ist zwar ungefährlich für Menschen, aber für Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer und einige Zootiere gefährlich. Die Ansteckung findet vor allem über den direkten Kontakt zwischen Tieren statt; eine Übertragung ist aber auch über Personen, Fahrzeuge, Haustiere und sogar allein die Luft möglich. „Das macht das Virus so gefährlich“, erläutert Kohlenberg, „denn es gibt viele potenzielle Eintragsquellen.“ Tierhalterinnen und -halter sind aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen auf ihren Betrieben zu prüfen und gegebenenfalls zu verstärken. Um die Kommunikation mit Saison-Arbeitskräften zu erleichtern, haben mehrere Berufs- und Fachverbände gemeinsam ein in mehreren Sprachen ausgearbeitetes Informationsblatt herausgegeben, das richtiges Präventionsverhalten zum Thema hat.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ruft vor dem Hintergrund der kritischen Tierseuchenlage in Ungarn und der Slowakei dazu auf, bei klinisch auffälligen Klauentieren in Deutschland immer auch die MKS labordiagnostisch ausschließen zu lassen. Tierhalter, betreuende Tierärzte und Amtstierärzte müssen verstärkt auf Symptome wie Fieber, Speicheln oder Lahmheiten achten. Auch bei klinischem Verdacht auf Blauzungenkrankheit sollte zusätzlich ein MKS-Ausschluss durchgeführt werden, heißt es beim FLI. (LPD 30/2025)

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