Biosicherheit auf den Höfen verstärken

Unbefugte dürfen keinen Zutritt zum Betriebsgelände haben, um den Tierbestand vor infektiösen Krankheiten zu schützen Foto: Landpixel

Neue AG mit maßgeblichen Akteuren gegründet – Fokus liegt auf Informationsfluss

L P D – Das Landvolk Niedersachsen appelliert an die Schweine haltenden Betriebe, ihre aktuellen Maßnahmen der Biosicherheit zu überprüfen und zu verbessern, denn eine unzureichende Biosicherheit wird als Hauptursache für den Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Hausschweinebestände angesehen. Um die notwendigen Anforderungen des neuen Europäischen Tiergesundheitsrechts umzusetzen und den Informationsfluss bis hin zum einzelnen Landwirt sicher zu stellen, hat sich auf Initiative der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (Nds. TSK) und des Landvolks Niedersachsen in dieser Woche eine Arbeitsgruppe mit maßgeblichen Akteuren gegründet.

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium begrüßt den Vorstoß beider Institutionen ausdrücklich, insbesondere mit Blick auf das niedersächsische Geflügelpestgeschehen und die Afrikanische Schweinepest, die bedrohlich nahe an die Landesgrenze gerückt ist. „Umso wichtiger ist es daher, die Biosicherheit zu optimieren“, konstatiert Heinz Korte, Vorstandsvorsitzender der Nds. TSK. Dabei blickt er besorgt auf die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die eine bedenklich hohe Anzahl von Biosicherheitslücken in Schweine haltenden Betrieben aufgedeckt hat.

Für Jörn Ehlers, den Vizepräsidenten des Landvolks Niedersachsen, ist zudem die Frage der Kommunikation entscheidend: „Viele Materialien – wie zum Beispiel Fachinformationen und Checklisten für Landwirte zur Verbesserung von Biosicherheitsmaßnahmen – sind vorhanden. Wir müssen nun sicherstellen, dass sie den rechtlichen Vorgaben des neuen Europäischen Tiergesundheitsrechts entsprechen, überall ankommen und einheitlich eingesetzt werden.“ Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eben diese vorhandenen Materialien zu sichten, gemeinsam zu überarbeiten und dann zielgruppenorientiert zu verbreiten. (LPD 93/2021)

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Sonja Markgraf

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