Das Richtige für den Klimaschutz tun – aber was?

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Am 5. März ist „Tag des Energiesparens“, dabei sind alle gefragt

L P D – Am 5. März ist „Tag des Energiesparens“, und beim Schutz des Klimas sind alle gefragt. So lautet jedenfalls der offizielle Tenor bei Umfragen. Als großer Landnutzer wird hier vor allem die Landwirtschaft in die Pflicht genommen. Aber auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sind nicht bereit, auf liebegewonnene Gewohnheiten zu Gunsten des Klimas und eines geringeren Kohlendioxidausstoßes zu verzichten, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

So sind es gerade einmal weniger als zwei persönliche Maßnahmen im Schnitt, die jeder Deutsche umsetzen würde, um das Klima zu schützen. Diese Zahl nennt das „Handelsblatt“ in einer Grafik, dazu wurden 1.500 Menschen im Alter von über 18 Jahren befragt. 22 Prozent der Befragten würden keine Plastiktüten mehr nutzen, doch realistisch betrachtet nutzt es dem Klima nicht viel. Gerade einmal drei Kilogramm (kg) weniger Kohlendioxidausstoß (CO2) würden dabei jeweils pro Kopf und pro Jahr eingespart werden. Anders sieht es bei Flügen in den Urlaub aus. 18 Prozent würden laut Umfrage auf eine Flugreise im Jahr verzichten, daraus ergibt eine CO2-Ersparnis von 680 kg pro Kopf. Getoppt wird die CO2-Einsparung nur noch durch den Einbau einer modernen Heizung oder Wärmedämmung für das Haus. Hier sind 770 kg weniger CO2-Emission im Jahr möglich, 16 Prozent würden diese Maßnahme ergreifen. 15 Prozent der Befragten möchten ihr Einkaufs- und Ernährungsverhalten ändern und regionale oder saisonale Produkte bevorzugen. Laut Hochrechnung des Handelsblattes lassen sich damit aber nur 80 kg Kohlendioxid einsparen. 14 Prozent der Befragten würden ihr Auto verbrauchssparend fahren und damit rein rechnerisch pro Kopf 340 kg CO2 einsparen. Zehn Prozent wären zum Verzicht auf Fleischgerichte bereit und auf diese Weise 450 kg weniger CO2 verbrauchen. Weitere fünf Prozent wären bereit, den Stand-by-Modus bei Elektrogeräten abzustellen und würden damit 53 kg Kohlendioxid einsparen.

Auch in den USA, Großbritannien und Frankreich wurde die Befragung durchgeführt, und die Antworten fielen ähnlich aus. Nur acht Prozent der Amerikaner bereit, auf Flugreisen zu verzichten, 23 Prozent wollen hingegen verbrauchsschonend Auto fahren. Die Franzosen verzeichnen mit 22 Prozent den höchsten Wert bei dem Vorsatz, sich regionaler und saisonaler zu ernähren, aber nur neun Prozent würden auf Fleischgerichte verzichten. An diesen Zahlen ist die Vielschichtigkeit der Interessen eines jeden Einzelnen zu erkennen. Effektiver Klimaschutz sowie Energie- und Ressourcensparen geht daher nur über Ländergrenzen hinweg – jeder ist dabei gefordert. (LPD 17/2020)

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