Statement Landvolk zur Bundesratsentscheidung Glyphosat

Enttäuscht zeigt sich das Landvolk zur Entscheidung des Bundesrates zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PfSchAnwV), in der das pauschale Anwendungsverbot von Glyphosat in sogenannten Wasserschutzgebieten weiterhin zur Anwendung kommen wird Foto: Landvolk

Änderung Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PfSchAnwV)

Enttäuscht zeigt sich das Landvolk zur Entscheidung des Bundesrates zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PfSchAnwV), in der das pauschale Anwendungsverbot von Glyphosat in sogenannten Wasserschutzgebieten weiterhin zur Anwendung kommen wird.

„Damit wird unseren Landwirten ein weiteres Bein im Wettbewerb auf dem europäischen Markt gestellt. Mit diesem Anwendungsverbot gerät unsere Landwirtschaft noch weiter ins Abseits. Damit ist weder dem Verbraucher noch der Natur geholfen. Im Gegenteil: Die Ernährungssicherheit mit guten Lebensmitteln aus der Heimat wird gefährdet. Auch Umwelt und Klima werden durch den vermehrten Einsatz anderer Pflanzenschutzmittel sowie durch schlechtere Alternativen, wie das häufigere Pflügen, mehr belastet“, stößt diese Entscheidung auf absolutes Unverständnis bei Hennies.

Es zeige einmal mehr, dass Sachargumente und selbst unabhängige Studien nicht mehr zählen. Selbst die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe Ende 2023 Glyphosat als sicher für Mensch und Umwelt eingestuft, und die Kommission habe daraufhin den Wirkstoff für weitere zehn Jahre zur Anwendung in der EU freigegeben.

„Unsere Landwirte gehen sehr verantwortungsvoll mit Pflanzenschutzmittel um. So viel wie nötig, so wenig wie möglich lautet bei entsprechender Indikation die Devise. Mit Glyphosat hingegen hätte auf tiefe Bodenbearbeitung verzichtet und somit auch das Risiko von Nitrateinträgen in das Grundwasser verringert werden können“, bewertet Hennies diese Fehlentscheidung, die der deutschen Landwirtschaft und der Umwelt schaden wird.

Lesen hier unseren LPD zum Thema: Landwirte brauchen wirksame Mittel für gesunde Pflanzen

Weitere Beiträge

Karsten Padeken

Moor-Milliarden für Deutschland

Was im Moor versinkt, wird durch Luftabschluss konserviert. In jedem Naturkundemuseum kann dies bewundert werden. Über die Jahrtausende hat sich so ein großer Kohlenstoffspeicher gebildet. Durch die Trockenlegung für die…

Hof Behn

Landwirtschaft erleben im Braunschweiger Land

Im Braunschweiger Land wird am 7. Juni einiges geboten. Gleich fünf Betriebe beteiligen sich am landesweiten Tag des offenen Hofes. Jeder Bauernhof setzt eigene Schwerpunkte und lädt dazu ein, Landwirtschaft…

Kiebitz

Kiebitzinseln schaffen sichere Brutplätze

Moderne Landwirtschaft und Artenschutz gehen Hand in Hand: Mit sogenannten Kiebitzinseln schaffen einige Landwirte in der Region Hannover gezielt Rückzugsorte für den stark gefährdeten Vogel. Einer von ihnen ist Landwirt…

Arne Oppermann

Holzrücken mit Pferden macht nicht reich – aber glücklich

Wenn Arne Oppermann mit seinen beiden süddeutschen Kaltblütern in den Wald fährt, dann ist das mehr als reine Forstarbeit. Es ist ein Zusammenspiel aus Erfahrung, Vertrauen und echter Leidenschaft. Der…

Neue Spitze bei den Landfrauen

Das Landvolk Niedersachsen gratuliert den neu gewählten Präsidien der beiden Niedersächsischen Landfrauenverbände Hannover und Weser-Ems herzlich und wünscht den Verantwortlichen für die kommenden vier Jahre viel Erfolg, Schaffenskraft und Freude…

Marien und Michael Dörnte freuen sich mit Mitarbeiter Viktor Stiling (li.) auf den Tag des offenen Hofes

Direktvermarktung und Landwirtschaft zum Anfassen

Im Gebiet des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode engagieren sich insgesamt fünf Höfe beim Tag des offenen Hofes am 7. Juni. Neben dem Klostergut Wiebrechtshausen sind es die Familien Dörnte und Pape in…