Beim Tag des offenen Hofes am 7. Juni wird auf regionale Lebensmittel gesetzt
L P D – Im Gebiet des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode engagieren sich insgesamt fünf Höfe beim Tag des offenen Hofes am 7. Juni. Neben dem Klostergut Wiebrechtshausen sind es die Familien Dörnte und Pape in Lutterbeck sowie der Biolandbetrieb Penk in Großenrode und der Harzer Martinshof in Walkenried.
Woher stammt die Wurst auf dem Grill? Das können die Besucherinnen und Besucher beim Tag des offenen Hofes am 7. Juni bei Familie Dörnte in Moringen Lutterbeck hautnah erleben. Denn das Fleisch für das Grillgut stammt ausschließlich von den Schweinen aus dem eigenen Stall. „Wir betreiben eine kleine Schweinemast und versorgen damit einen Metzger in Northeim“, erläutert Michael Dörnte, der den Hof gemeinsam mit Ehefrau Marion und Mitarbeiter Viktor Stillig bewirtschaftet. Auf 140 Hektar baut er Getreide, Zuckerrüben und Mais sowie durchwachsene Silphie für die Biogasanlage an, an der er mit Berufskollegen beteiligt ist.
Für die Gäste auf seinem Hof hat die Familie am Tag des offenen Hofes einiges geplant: Auf dem Weizenschlag hinter dem Haus wird ein Hektar abgesteckt, um zu zeigen, wieviel Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz dafür aufgewendet werden müssen und wie groß die Ernte nachher ist. „Was reingeht und was rauskommt, soll damit anschaulich dargestellt werden“, sagt Dörnte, der den Besuchern ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft zeigen will.
Ebenfalls in Lutterbeck öffnet die Milchtankstelle der Familie Pape ihre Tore. „Bei uns können die Gäste den vollen Milchgenuss tanken“, freut sich Matthias Pape auf das Event. Die Milch der 150 Kühe ist nur gekühlt und gerührt und weder erhitzt noch homogenisiert. „Frisch aus dem Euter in die Flasche“, fasst Pape zusammen.
Familie Pape vermarktet ihre hofeigene Milch auch in Form von Käse und Joghurt und hat sich auf regionale Sorten spezialisiert. Darauf soll auch beim Tag des offenen Hofes der Schwerpunkt liegen. „Wir bieten unseren Käse warm und kalt an“, wirbt Birte Pape für den direkten Genuss. Gleichzeitig zeigt die Familie, was eine Kuh frisst und was aus der Milch hergestellt werden kann.
Der Weg nach Südniedersachsen lohnt sich auch, weil das KWS Klostergut Wiebrechtshausen seine Tore für Interessierte öffnet. Auf dem rund 440 Hektar großen Ökobetrieb des Saatgutherstellers KWS werden neben dem Anbau von Getreide, Kartoffeln und Hackfrüchten auch Feldversuche und Sortenprüfungen durchgeführt. Ein eigens angelegter Lehrpfad sowie ein regelmäßiges Schülerprogramm machen den ökologischen Landbau vor Ort anschaulich erlebbar. Zudem bietet das Klostergut seine ökologisch erzeugten Produkte direkt vor Ort zum Verkauf an.
Ebenfalls in der Direktvermarktung tätig ist der Harzer Martinshof in Walkenried, der Fleisch vom Harzer Rotes Höhenvieh und Eier aus dem Hühnermobil vermarktet. Beim Tag des offenen Hofes stellt Familie Hanke zudem die Biotoppflege vor.
Der Biolandhof Penk aus Großenrode öffnet in diesem Jahr bereits zum 8. Mal seine Tore. „Ich freue mich, dass dieses Jahr vier weitere Höfe aus unserer Region diese Chance mit der Unterstützung von NDR und Landvolk wahrnehmen“, sagt Jörge Penk. Zu seinem Hof gehören Hühner, Schweine und Hähnchen. Auf einem dreiviertel Hektar gedeiht Gemüse. „Die Veranstaltung ist eine hervorragende Möglichkeit, die Landwirtschaft darzustellen“, sagt der Biobauer, der sich dabei auf den Ökolandbau und den Biolandverband konzentriert.
Alle Adressen der fast 50 teilnehmenden Höfe in Niedersachsen stehen unter www.tag-des-offenen-hofes-niedersachsen.de bereit.
Der Norddeutsche Rundfunk ist Kooperationspartner und begleitet den Tag des offenen Hofes nun zum 15. Mal. Unterstützt wird die Veranstaltung außerdem durch die VGH Versicherung, die Öffentliche Versicherung Oldenburg, die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse und die Öffentliche Versicherung Braunschweig. (LPD 37/2026)
Ansprechpartnerin: Wiebke Molsen, Tel.: 0511 3670476, wiebke.molsen@landvolk.org






