Programm „Young Farmers Exchange“ startet wieder

Die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) schreibt jetzt wieder das Austauschprogramm „Young Farmers Exchange“ aus Foto: DBV

Bewerbungen bei der Schorlemer Stiftung sind möglich bis 31. Januar 2022

L P D – Nach einer coronabedingten Pause schreibt die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) jetzt wieder das Austauschprogramm „Young Farmers Exchange“ aus. Um die Spanne während der Pandemie überbrücken zu können, hatte die Stiftung digitale Angebote zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch ausgearbeitet – 2022 soll das Programm aber wieder jeweils mit den begleitenden Seminaren vor Ort stattfinden, teilt die Organisation mit.

Das „International Young Farmers‘ Exchange Program“ (IYFEP) mit Uganda ist ein wechselseitiger Austausch, in dem junge ugandische Bäuerinnen und Bauern für drei Monate nach Deutschland kommen und deutsche Interessierte für drei Monate nach Uganda gehen, um auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu lernen und zu leben. Die jungen Erwachsenen sollten zwischen 20 und 35 Jahre alt sein, eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Landwirtschaft oder Gartenbau haben oder bereits mindestens vier abgeschlossene Hochschulsemester in einer passenden Fachrichtung inklusive sechs Monaten praktischer Erfahrung vorweisen. Gute Englischkenntnisse sind ebenfalls erwünscht.

Das Kooperationsprogramm mit Uganda wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Austausch endet am 31. Januar 2022. Weitere Informationen gibt es unter www.schorlemerstiftung.de

Teilnehmende hatten sich nach der ersten Projektrunde sehr positiv über das Programm geäußert. So nutzten die Junglandwirte aus Uganda den Aufenthalt vor allem, um ihre Kenntnisse in den Bereichen der Informationstechnologie, der Direktvermarktung, des Farm-Managements und der Mechanisierung zu erweitern. Die deutschen Teilnehmenden konnten sehen, wie Gartenbau in den Tropen betrieben und eine Farm gemanagt wird. Viele waren beeindruckt von der Kreislaufwirtschaft, die sich zum Beispiel in der Madenproduktion zeigt. Die Maden werden als kostengünstiges Futtermittel für Hühner und Fische genutzt. Auch das ist Ziel des Austausches: neue fachliche Ideen und Erkenntnisse mitnehmen, kulturelle Begegnungen sowie nachhaltige Netzwerke schaffen. (LPD 99/2021)

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Sonja Markgraf

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