Bickbeernhof begeistert Besucher mit Bio-Blaubeeren

Sylke Herse ist als Finalistin beim Ceres Award des Deutschen Landwirtschaftsverlags in der Kategorie „Landwirtin des Jahres“ nominiert Foto: Rene Spanka

Sylke Herse aus dem Landkreis Nienburg ist Finalistin beim Ceres Award

L P D – Ein Familienbetrieb, 22 Hektar Bio-Blaubeeren und ein Hofcafé: „Ohne das eine gäbe es das andere nicht“, sagt Sylke Herse über die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Direktvermarktung auf ihrem Hof, den sie zusammen mit ihrem Sohn Jost und einem in der Saison rund 100-köpfigen Team in Brokeloh im Landkreis Nienburg bewirtschaftet. Für ihr Ideenreichtum und ihre klare Vision für nachhaltige Landwirtschaft ist die 54-Jährige jetzt als Finalistin beim Ceres Award des Deutschen Landwirtschaftsverlags in der Kategorie „Landwirtin des Jahres“ nominiert, der am 29. Oktober in Berlin verliehen wird.

Rund 70.000 Gäste besuchen den Hof jedes Jahr zwischen Mai und September, verspeisen Pfannkuchen mit Blaubeeren, Waffeln, Eis sowie Blaubeermettwurstbrote und kaufen anschließend im Hofladen ein. Der Bickbeernhof ist Demeter- und Bioland-zertifiziert. Neben dem Verkauf im Hofladen beliefert der Betrieb den Lebensmitteleinzelhandel und setzt auf innovative Vermarktungswege wie Crowd Farming. Dabei übernehmen Kundinnen und Kunden Patenschaften für Sträucher und erhalten während der Saison ihre Ernte direkt nach Hause geliefert. „Im vergangenen Jahr haben wir 20.000 Pakete verschickt“, berichtet Herse.

Auch der Tourismus ist fest eingeplant. Wer mit dem Wohnmobil anreist, darf kostenlos über Nacht auf dem Gelände stehen. „Und morgens frühstücken sie dann bei mir“, sagt Herse mit einem Lächeln. Ihr aktueller Plan ist es, eine Herberge für 40 Personen sowie eine gläserne Manufaktur für Marmelade auf dem Grundstück zu bauen. Die Bauvoranfrage dafür läuft beim Landkreis Nienburg. „Dieses Gebäude würde das ganze Gelände schöner machen“, glaubt Herse. In den Zimmern möchte sie während der Saison ihre Mitarbeiter unterbringen, außerhalb der Saison könnten andere Gäste darin wohnen.

Ein weiteres Projekt ist ein geplanter Umweltspielplatz mit Naturpfad direkt am Café. „Wir wollen Jung und Alt für Landwirtschaft begeistern und Wissen spielerisch vermitteln“, erklärt Herse. Dafür würde sie bei einem Sieg als Landwirtin des Jahres auch das Preisgeld investieren. Denn Öffentlichkeitsarbeit ist ihr wichtig: „Mit unserer Arbeit wollen wir ein Vorbild sein“, betont sie. Für Herse ist der Ceres Award deshalb mehr als eine Auszeichnung. „Es geht darum, zu zeigen, dass nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit der Natur wirtschaftlich erfolgreich sein kann“, sagt sie. Mit dem Bickbeernhof beweist sie das jeden Tag.

Mehr Informationen unter www.bickbeernhof.de und www.ceresaward.de. (LPD 62/2025)

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