Norddeutsche Obstbautage: Technik, Politik und Äpfel

Die Niederelbe zählt zu den wichtigsten Obstanbauregionen Deutschlands. Auf rund 10.000 Hektar bauen etwa 500 Betriebe Obst an, der Schwerpunkt liegt auf dem Apfel. Die Obstabauern setzen bewusst auf regionale Erzeugung mit kurzen Wegen Foto: Landvolk

Branche trifft sich am 11. und 12. Februar in Jork – Silvia Breher hält Festrede

L P D – Der Obstbau an der Niederelbe steht vor großen Herausforderungen – und zeigt zugleich Innovationskraft. Bei den Norddeutschen Obstbautagen in der Altländer Festhalle Jork kommen am 11. und 12. Februar Fachleute aus Praxis, Politik und Forschung zusammen. Der verbandspolitische Nachmittag des Landvolks Niedersachsen, Kreisbauernverband Stade, beginnt mit einem Messerundgang am Donnerstag, 12. Februar, um 15 Uhr, gefolgt von der offiziellen Eröffnung um 16 Uhr durch Claus Schliecker, Vorsitzender der Landes- und Bundesfachgruppe Obstbau. „Bei den Obstbautagen zeigt sich die Stärke des deutschen Obstbaus: fachlich, zukunftsorientiert und im lebendigen Austausch“, betont Schliecker vorab.

Als Festrednerin konnte der Kreisbauernverband Stade die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher, gewinnen. Zudem spricht Dr. Marco Mohrmann, Agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen, ein agrarpolitisches Grußwort.

Die Norddeutschen Obstbautage finden unter gemeinsamer Regie des Obstbauversuchsrings des Alten Landes, des Esteburg Obstbauzentrums Jork sowie des Landvolks Niedersachsen mit der Fachgruppe Obstbau statt. Rund 200 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren einen breiten Überblick über aktuelle Technik und Innovationen. „Obstbau braucht Fortschritt – und die Obstbautage sind der Ort, an dem wir ihn sichtbar machen“, sagt Dr. Karsten Klopp, Leiter der Esteburg Obstbauzentrum Jork.

Neben der Präsentation bewährter Technik und neuer Lösungen für den Obstbau durch die Fachaussteller wird die Zelthalle 5 in diesem Jahr zur Zukunftsbühne. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der digitalen und KI-gestützten Präzisionslandwirtschaft. Gerade die neuen Aussteller werden aufzeigen, wie moderne Technologien und künstliche Intelligenz den Obstbau in den kommenden Jahren verändern können. Die Themen reichen dabei von der Sensorik über die Datenanalyse bis hin zur Automatisierung von Arbeitsprozessen in Anbau, Ernte und Aufbereitung.

Die Niederelbe zählt zu den wichtigsten Obstanbauregionen Deutschlands. Auf rund 10.000 Hektar bauen etwa 500 Betriebe Obst an, der Schwerpunkt liegt auf dem Apfel. Die Obstbauern setzen bewusst auf regionale Erzeugung mit kurzen Wegen. „Die Norddeutschen Obstbautage sind der Treffpunkt von Praxis, Politik und Verbrauchern. Gemeinsam entdecken wir wegweisende Innovationen und gestalten aktiv die Zukunft des deutschen Obstbaus. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch“, sagt Jan Plath, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Stade. Weitere Informationen: www.norddeutsche-obstbautage.de

Anmeldungen zum Messerundgang und zum Verbandspolitischen Nachmittag werden bis zum 6. Februar 2026 online unter https://veranstaltungen.obstpage.de/veranstaltung.php entgegengenommen. (LPD 10/2026)

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