Ackerbauer mit Vision und Verantwortung

Max Klockemann aus Bad Münder ist einer von drei Finalisten im Wettbewerb „Landwirt des Jahres“ 2025 des Deutschen Landwirtschaftsverlages „Ceres Award“ in der Kategorie Ackerbau. Eines ist für ihn klar: „Jetzt, da ich schon im Finale stehe, möchte ich die Kategorie auch gerne gewinnen.“ Foto: Timo Jaworr/dlv

Max Klockemann aus Bad Münder steht im Finale des Ceres Awards

L P D – Jung, dynamisch, erfolgreich – Max Klockemann aus Bad Münder ist einer von drei Finalisten im Wettbewerb „Landwirt des Jahres“ 2025 des Deutschen Landwirtschaftsverlages „Ceres Award“ in der Kategorie Ackerbau. Der 28-Jährige bewirtschaftet 195 Hektar Ackerland mit einem klaren Konzept: Er setzt auf vielseitige Fruchtfolgen, standortangepassten Anbau und nachhaltige Ertragsmaximierung – auch in Wasserschutzgebieten. Dort kultiviert er etwa spezielle Gräser für Pferdeheu. Damit gelingt ihm der Spagat zwischen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit. „Ich versuche, mich dabei über Qualität abzuheben“, erklärt Klockemann.

Durch Kooperationen mit Viehhaltern schließt er Nährstoffkreisläufe, spart Kosten und denkt in ressourcenschonenden Zusammenhängen. „Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz müssen sich nicht ausschließen“, macht er deutlich. Außerdem experimentiert er mit Direktsaatverfahren, Zwischenfruchtmischungen und fördert die Biodiversität auf seinen Flächen, etwa durch Drohneneinsatz zur Kitzrettung. Die Zuckerrübe bezeichnet er gern als „Königin der Ackerfrüchte“. Klockemann steht für eine generationengerechte, zukunftsorientierte Landwirtschaft. Als Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen und Mitglied im Netzwerk „Leitbetriebe Pflanzenbau“ bringt er seine Ideen aktiv in die agrarpolitischen Debatten ein.

Ein Herzensprojekt ist für den Junglandwirt sein Maislabyrinth, das er 2024 erstmals eröffnete – mit durchschlagendem Erfolg: „Fast 2.000 Besucher am Eröffnungswochenende, großer Andrang auch bei Aktionen wie der Horror-Nacht“, stellt Klockemann fest und zeugt davon, dass es sich lohnt, etwas Neues auszuprobieren. Das Labyrinth dient nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern auch der Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. „Wir können die Menschen damit auf den Acker holen. Das ist schon sehr viel Wert“, sagt Klockemann. Sein Ziel: Landwirtschaft modern, transparent und zukunftsfähig gestalten und dies auch dem Verbraucher zu vermitteln.

Klockemanns Engagement beeindruckte die Jury des Ceres Awards – ebenso wie seine fachliche Tiefe und sein Blick fürs Ganze. Bei ihrem Besuch auf dem Hof Klockemann zeigte der Junglandwirt ausgewählte Flächen, erläuterte Bodeneigenschaften, Anbauentscheidungen und erläuterte anschaulich seine betriebliche Philosophie. „Ich denke, ich konnte einen breiten Eindruck ermöglichen“, sagt er nach dem Besuch. Jetzt heißt es warten – auf die Entscheidung der Jury, die bei der feierlichen „Nacht der Landwirtschaft“ am 29. Oktober in Berlin bekannt gegeben wird. Eines ist für ihn jedoch klar: „Jetzt, da ich schon im Finale stehe, möchte ich die Kategorie auch gerne gewinnen.“ (LPD 66/2025)

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