Wissen, woher die Lebensmittel kommen

In Niedersachsen sorgen Erzeugerverbände dafür, dass regionale Vermarktung nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern wirtschaftlich tragfähig ist. Sie vernetzen landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel und Gastronomie, bündeln Angebote und schaffen Vertrauen bei den Verbrauchern. Foto: Landvolk

Erzeugerverbände erhalten und stärken regionale Vermarktungsstrukturen

L P D – Regionale Lebensmittel liegen im Trend – doch hinter dem Wunsch nach Nähe und Transparenz steckt harte Arbeit. In Niedersachsen sorgen Erzeugerverbände dafür, dass regionale Vermarktung nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern wirtschaftlich tragfähig ist. Sie vernetzen landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeitung, Handel und Gastronomie, bündeln Angebote und schaffen Vertrauen bei den Verbrauchern. Diese Vielfalt wird jedes Jahr auch auf der Grünen Woche in Berlin sichtbar. Dort präsentieren sich Erzeuger, Verbände und Regionen aus ganz Niedersachsen gemeinsam. Der Auftritt macht deutlich: Regionale Vermarktung ist kein Nischenthema, sondern ein starkes Aushängeschild für das Agrarland Niedersachsen – getragen von engagierten Betrieben und funktionierenden Erzeugerverbänden, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Vereinigung Norddeutscher Direktvermarkter. Sie vertritt Direktvermarkter in Niedersachsen, Hamburg und Bremen und stärkt gezielt Hofläden, Marktstände und den direkten Absatz ab Hof. Für viele Betriebe ist das ein wirtschaftliches Standbein – und für Verbraucher eine verlässliche Adresse für nachvollziehbare Herkunft.

Wie erfolgreich regionale Bündelung wirken kann, zeigt auch der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen mit der Marke „Kostbares Südniedersachsen“. Seit 2016 haben sich dort Landwirte, Veredler, Mühlen, Gemüseanbauer und Gastronomen zusammengeschlossen. Mit heute 186 Mitgliedern, einem unabhängigen Qualitätsausschuss und klaren Kriterien steht die Marke für geprüfte Herkunft, hohe Qualitätsstandards und nachhaltige Erzeugung. Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und die Wertschöpfung in der Region zu halten.

Landesweit ergänzen Initiativen wie Echt! – Solling-Vogler-Region im Weserbergland, der Bioland-Landesverband Niedersachsen/Bremen sowie spezialisierte Verbände für Spargel, Beeren, Schaf- und Ziegenprodukte oder Wild das Bild. Sie geben nicht nur auf der Grünen Woche besonderen Produkten eine Bühne, sondern sichern Landwirtinnen und Landwirten Absatzmöglichkeiten jenseits des Massenmarktes.

Ein wichtiger Impulsgeber für Sichtbarkeit dieser Strukturen ist der Wettbewerb „Kulinarische Botschafter Niedersachsen“ der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft (MGN). Ausgezeichnet werden Betriebe, Gastronomen und Initiativen, die regionale Produkte glaubwürdig einsetzen und vermitteln. Der Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie eng Landwirtschaft, Verarbeitung und Küche zusammenspielen können – und wie Regionalität zum Markenzeichen wird. Wo welche Erzeugerverbände aktiv sind, ist unter Norddeutsche Direktvermarkter: Startseite oder Regionale Initiativen – Regionalvermarktung Niedersachsen zu entdecken. (LPD 06/2026)

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