Ehlers: „Meyer lässt sich beim Wolf weiter Zeit!“

Mit deutlichen Worten kritisiert AAW-Sprecher Jörn Ehlers die ausbleibenden Entscheidungen von Umweltminister Christian Meyer beim Umgang mit dem Wolf. Weidetierhalter können am 26. September 2025 daher ein wichtiges Signal senden: Um 19.30 Uhr sind Weidetierhalter in ganz Europa aufgerufen, sich an einem Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung zu beteiligen. Foto: Fotolia

Aktionsbündnis kritisiert Untätigkeit und ruft zu EU-weitem Mannfeuer auf

L P D – „Er redet viel, ändert aber wenig bis gar nichts. Aussitzen hat noch keinem Minister geholfen, sondern schadet nur der Sache. Meyer riskiert mit seinem Verhalten die Weidetierhaltung in Niedersachsen“, urteilt Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement und Vize-Präsident des Landvolks Niedersachsen. Mit deutlichen Worten kritisiert er die ausbleibenden Entscheidungen von Umweltminister Christian Meyer beim Umgang mit dem Wolf.

Im Rahmen des Dialogforums Wolf hatte der Minister im Herbst 2024 zugesagt, die gültigen Gebietskulissen für Pferde und Rinder zu erweitern, sollten Haushaltsmittel für Herdenschutz übrigbleiben. Nach Kenntnis des Aktionsbündnisses sind die Mittel weder vollständig durch die Richtlinie SchaNa noch durch die Richtlinie Wolf mit den aktuellen Gebietskulissen für Pferde und Rinder in diesem Jahr verbraucht worden. „Zahlreiche Nachfragen unserer AG-Mitglieder dazu blieben bis heute unbeantwortet“, sagt Ehlers gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Das Bündnis sieht darin nicht nur fehlende Transparenz, sondern eine klare Verzögerungstaktik. „Dieses Verhalten grenzt an Arbeitsverweigerung und bestätigt den Eindruck, dass die Grünen das Raubtier Wolf höherstellen als die Weidetierhaltung“, sagt Ehlers. Die Zeit dränge: „Um Anträge für die Richtlinie Wolf zu stellen, benötigen Tierhalter ausreichend Vorlauf für Planung und Angebote. Ohne eine Veröffentlichung erweiterter Gebietskulissen bis Ende September wird das faktisch verhindert“, zeigt Ehlers auf.

Das Erweitern der Gebietskulisse wäre für die Weidetierhalter ein wichtiger Schritt, um Bereiche zu erfassen, die trotz nachgewiesener Rudel noch nicht abgedeckt sind. „Herdenschutz hat für Umweltminister Meyer offenbar doch keine so hohe Priorität, auch wenn er dies immer wieder betont. Den Worten folgen keine Taten!“, zieht Ehlers für das Aktionsbündnis das ernüchternde Fazit.

Weidetierhalter können am 26. September 2025 daher ein wichtiges Signal senden: Um 19.30 Uhr sind Weidetierhalter in ganz Europa aufgerufen, sich an einem Mahnfeuer für den Erhalt der Weidetierhaltung zu beteiligen. Auf Höfen, Dorfplätzen und Weiden werden zeitgleich Feuer entzündet und anschließend Fotos und Videos unter dem Hashtag #Mahnfeuer26Sept2025 in den sozialen Medien verbreitet. Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung als Veranstalter betont den friedlichen, aber unmissverständlichen Charakter der Aktion: „Die Mahnfeuer sind ein klares Zeichen – für den Schutz unserer Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde und für politische Rahmenbedingungen, die nicht nur versprechen, sondern handeln.“ Infos, Materialien und Anmeldung sind auf der Webseite  Mahnfeuer in Europa 26.09.2025 um 19:30 Uhr! – wir-lieben-schafes Webseite! zu finden.

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