Erntedank verbindet Bauern, Kirche und Gesellschaft

Gebunden von den Landfrauen Westharz: Die Erntekrone wurde von Landvolkpräsident Holger Hennies gemeinsam mit den beiden Niedersächsischen Landfrauenverbänden Hannover und Weser-Ems sowie der Niedersächsischen Landjugend an Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, übergeben Foto: Landvolk

Zentrales Landeserntedankfest Niedersachsen findet im Landkreis Schaumburg statt

L P D – Supersüße Zuckerrüben, eine überreichliche Kartoffelmenge und eine – gemessen am trockenen Sommer – überraschend gute Getreideernte: 2025 ist ein Jahr des Überflusses. „Die Landwirte haben inzwischen gelernt, besser mit dem Klimawandel umzugehen“, sagt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Er ist dankbar für die eingebrachte Ernte und die vollen Scheunen in Niedersachsen. Dass eine sehr gute Ernte auch niedrige Preise bedeutet, ist für Ackerbauern die Kehrseite der Medaille. Sie verschafft andererseits den tierhaltenden Landwirten in Niedersachsen etwas Erleichterung, die das Getreide zukaufen, um es zu verfüttern. „Immerhin werden in Niedersachsen mehr als 60 Prozent der landwirtschaftlichen Einnahmen in der Tierhaltung erwirtschaftet“, betont Hennies. Besonders die durch Bürokratie und ständig wechselnde Vorschriften gebeutelten Schweinehalter profitieren nun von den niedrigen Futtergetreidepreisen.

In diesem Zusammenhang erinnert sich Hennies gerne an den Kirchentag in Hannover, bei dem das Landvolk Niedersachsen aktiv den Diskurs um das Essen von Fleisch gesucht hat. Unter dem Titel „Beim Kirchentag kommt auch die Wurst auf den Grill“ wurde ein starkes Signal gesetzt: Landwirtschaft steht für Dialog, für Vielfalt und für Genuss. „Da war bei den Besuchern eine wunderbar positive Stimmung zu spüren. Wie damals bei der Fußball-WM – nur ohne Verlierer“, schmunzelt Hennies. Auch bei den regionalen Erntedankfesten im Land treffen am Sonntag viele Menschen aufeinander, um nach den Gottesdiensten, bei Bratwurst oder anschließendem Kaffee und Kuchen zusammenzusitzen und ins Gespräch zu kommen.

„Die hervorragende Zusammenarbeit von Kirche, Landfrauen, Landjugend und Landvolk ist für mich auch etwas, für das ich zum Erntedank dankbar bin“, sagt Hennies. Dies wurde auch bei der Übergabe der Erntekrone an Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, gemeinsam mit den beiden Niedersächsischen Landfrauenverbänden Hannover und Weser-Ems sowie der Niedersächsischen Landjugend deutlich. Gebunden wurde sie von den Landfrauen Westharz in stundenlanger Handarbeit.

Das zentrale Landeserntedankfest Niedersachsen findet am Sonntag, 5. Oktober 2025, ab 14 Uhr auf der „Farm am Eulenbruch“ in Hespe im Landkreis Schaumburg. Gastgeber sind die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe und die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft. Den Gottesdienst gestaltet Pastor Hans Angelus Meyer aus Seggebruch gemeinsam mit Landesbischof Dr. Oliver Schuegraf, der die Predigt halten wird. Im Anschluss spricht Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte ein Grußwort. Weitere Grußworte sind unter anderem von Schaumburgs Landrat Jörg Farr und Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies eingeplant.

Nach dem Gottesdienst verwandelt sich das Hofgelände in einen lebendigen Marktplatz der Begegnung: Landwirtschaftliche Betriebe, Vereine und Initiativen präsentieren sich und ihre Produkte. Der traditionsreiche Familienbetrieb mit Geschichte seit 1620 bietet die perfekte Kulisse für einen Nachmittag der Gemeinschaft und ländlicher Vielfalt. Weitere Informationen zum Landeserntedankfest sind unter Landeserntedankfest Niedersachsen zu finden. (LPD 75/2025)

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