Früher erster Schnitt sorgt für hochwertige Silage in Niedersachsen

Für die Qualität der Silage ist das richtige Verhältnis von Trockenmasse, Rohfaser, Rohprotein und Zucker entscheidend – und genau das scheint in diesem Jahr beim ersten Schnitt optimal zu passen. Foto: Landvolk Niedersachsen

Gutes Wetter bringt Grünlandbauern Qualität und Quantität – Hoffnung auf Regen

L P DIn Niedersachsens Grünlandregionen ist die diesjährige erste Mahd des Grases nahezu abgeschlossen – und das wieder einmal ungewöhnlich früh. „Vergangene Woche war die Haupterntewoche, sodass nun nach gut zehn Tagen Arbeitseinsatz der erste Schnitt von den Flächen eingeholt sein wird“, erklärt Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Grünlandausschusses im Landvolk Niedersachsen, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Besonders erfreulich: Neben dem frühen Zeitpunkt stimmt auch die Qualität des geernteten Futters. „In unserer Grünlandregion war – bis auf wenige Ausnahmen – das Schnittgut aufgrund des trockenen Wetters sehr sauber, und der viele Sonnenschein wird einen hohen Zuckergehalt hervorgebracht haben“, sagt Padeken. Diese Kombination aus Trockenheit und Sonnenschein schaffe ideale Voraussetzungen für eine hochwertige Silage – die wichtigste Futtergrundlage für die Milchviehhaltung.

Ein weiterer Vorteil des trockenen Wetters: Die Felder waren gut befahrbar, was die Ernte logistisch erleichterte und zur Sauberkeit des Futters beitrug. „Wenn alles gut läuft, dann werden wir eine hervorragende und vor allem sehr hochwertige Silage anlegen können“, zeigt sich der Milchviehhalter optimistisch. Für die Qualität der Silage ist das richtige Verhältnis von Trockenmasse, Rohfaser, Rohprotein und Zucker entscheidend – und genau das scheint in diesem Jahr beim ersten Schnitt optimal zu passen.

Doch bei aller Freude über den erfolgreichen Auftakt der Grasernte blickt Padeken mit Sorge auf die kommenden Wochen. Für weitere Schnitte braucht es dringend Niederschlag. „Sachter Landregen kombiniert mit Sonne, Wolken und leichtem Wind, dazu gemäßigte Temperaturen – das wäre perfekt“, sagt er mit Blick auf die Wetterlage. Ohne ausreichende Feuchtigkeit könnten nachfolgende Ernten ausbleiben. Wie immer in der Landwirtschaft heißt es nun: abwarten und sich den Gegebenheiten anpassen. Doch mit dem gelungenen Start in die Grünlandsaison 2025 ist eine stabile Futterversorgung für die Tierhaltung vorerst gesichert. (LPD 36/2025)

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