Für eine produktive Landwirtschaft in bewegten Zeiten: Klares Bekenntnis von Land und Politik

2026 muss das Jahr des Handelns werden. Darauf einigten sich Landvolkpräsident Holger Hennies, Staatssekretärin Silvia Breher, Landvolk-Hauptgeschäftsführer Stefan Ortmann, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Ministerpräsident Olaf Lies beim Agrarfrühstück während der Grünen Woche in Berlin. Foto: Landvolk Niedersachsen

Aufruf zum Handeln beim 1. Niedersächsischen Agrarfrühstück zur Grünen Woche

L P D – Die Lage der niedersächsischen Landwirtschaft ist angespannt, der Handlungsdruck hoch. Klare politische Weichenstellungen für Verlässlichkeit und praktikable Lösungen für die Betriebe sind jetzt gefragt. Mit dieser Ausgangslage fand das erste Niedersächsische Agrarfrühstück anlässlich der Grünen Woche am Mittwoch (21. Januar) statt, zu dem das Land Niedersachsen und das Landvolk Niedersachsen gemeinsam in die Landesvertretung nach Berlin eingeladen hatten. Das Fazit dieser erstmaligen Zusammenkunft von niedersächsischen Vertretern aus Politik und Wirtschaft mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft ist aus Sicht des Landvolks klar: Gemeinsames Ziel ist es, die gesamte Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen wettbewerbs- und anpassungsfähig zu halten. 2026 muss das Jahr des Handelns werden.

Im Rahmen der Grünen Woche waren Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft mit engem Bezug zu Niedersachsen der Einladung zu diesem Forum gefolgt. Das neue Dialogformat stieß auf breite Zustimmung – ein Signal, wie wichtig der offene Dialog über die Zukunft dieses führenden Agrarlandes ist. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und der Präsident des Landesbauernverbands Holger Hennies zeigten sich als Gastgeber erfreut über den Zuspruch.

Moderiert wurde das Agrarfrühstück von Landvolk-Hauptgeschäftsführer Stefan Ortmann. In der Gesprächsrunde stellte er die drängenden Fragen der landwirtschaftlichen Praxis nach den konkret geplanten Maßnahmen in 2026 an Ministerpräsident Lies, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sowie Landvolkpräsident Hennies. Es ging um die Chancen und Risiken, mit denen die niedersächsische Landwirtschaft im Jahr 2026 konfrontiert ist, und welche Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene dringend ergriffen werden müssen, um etwa die Tierhaltung, die Investitionsbedingungen und das Düngerecht attraktiv und zukunftsgerichtet zu halten.

„Diese sachkundige und verantwortungsvolle Runde hat gezeigt, dass sie die richtigen Themen auf der Agenda hat und im Ziel einer starken Land- und Ernährungswirtschaft geeint ist. Bei der Umsetzung wird es jetzt auf die Zusammenarbeit mit der Branche und die Arbeit auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene ankommen. Nur dann sind Rahmenbedingungen möglich, zu denen unsere Landwirtinnen und Landwirte ihre Effizienz standort- und marktgerecht nutzen können“, zieht Ortmann ein positives Fazit. Insgesamt war es wichtig, dass konkrete Schritte und Verantwortlichkeiten benannt wurden.

Auch Ministerpräsident Lies zog ein positives Fazit: „Gemeinsam haben wir heute deutlich gemacht: Niedersachsen ist Agrarland Nr. 1 und soll es auch bleiben. Insbesondere schwankende Agrarmärkte und Preise, eine zu hohe Regelungsdichte und die Auswirkungen des Klimawandels stellen die landwirtschaftlichen Betriebe heute vor besondere Herausforderungen. Daher braucht unsere Landwirtschaft gerade jetzt Unterstützung, Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Wir müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass diese Ziele praxistauglich umgesetzt werden.“

Silvia Breher, Parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH, betonte die Wettbewerbsfähigkeit, den Bürokratieabbau und praxistaugliche Rahmenbedingungen als zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltig starke Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland. Die niedersächsische Landwirtschaft leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Stärkung der ländlichen Räume – dieses Potenzial müsse gestärkt und weiterentwickelt werden. Ziel des politischen Kurswechsels der Bundesregierung sei es, Vertrauen zu stärken und verlässliche Perspektiven für alle Beteiligten zu schaffen.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sagte: „Landwirtschaft braucht Rahmenbedingungen, auf die sich Betriebe verlassen können. Gleichzeitig müssen wir die notwendige und begonnene Transformation im gemeinsamen Dialog fortsetzen und durch zukunftsweisende Maßnahmen und Förderungen langfristig Perspektiven schaffen. Dafür setzen wir uns auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene mit Nachdruck ein.“

Deutlich wurde aus Sicht des Landvolks vor allem eines: Ohne Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen wird es kaum Zukunft für die Betriebe geben. Landvolkpräsident Hennies machte unmissverständlich klar, was die Landwirtschaft jetzt braucht: „Damit unsere Betriebe Perspektive haben, brauchen wir endlich wieder politische Planungssicherheit und die Unterstützung auch auf Bundes- und EU-Ebene. Keine neuen Auflagen, spürbarer Bürokratieabbau und stabile Förderstrukturen schaffen erst das Klima, in dem Landwirtinnen und Landwirte wieder planen und investieren können. Das haben alle verstanden. Nach diesem Bekenntnis zur niedersächsischen Landwirtschaft muss jetzt auch in ihrem Sinne gehandelt werden.“

Einig waren sich die beiden Gastgeber, dass das Niedersächsische Agrarfrühstück kein einmaliges Signal bleiben darf. Das Format soll im Rahmen der Grünen Woche fortgeführt werden, um gemeinsam die Erwartungen des Agrarlands in Berlin sichtbar zu machen und zentrale niedersächsische Multiplikatoren aus Land- und Ernährungswirtschaft dabei einzubinden.

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