Land und Landvolk Niedersachsen setzen gemeinsames Zeichen in Berlin

Für das Landvolk ist das Agrarfrühstück mehr als ein gesellschaftlicher Termin. Es ist ein gezielt gewähltes Dialogforum während der Grünen Woche, zu der nationale und internationale Vertreterinnen und Vertreter der Agrarwelt in Berlin zusammenkommen. Foto: Landvolk

Neues Format: „1. Agrarfrühstück“ am 21. Januar im Rahmen der Grünen Woche

L P D – Neues Jahr, neues Format, klare Erwartungen: Mit dem ersten „Niedersächsischen Agrarfrühstück“ setzen die Landesregierung und das Landvolk Niedersachsen zur Grünen Woche ein agrarpolitisches Zeichen in Berlin. Ministerpräsident Olaf Lies und Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies laden gemeinsam am Mittwoch, 21. Januar, in die Niedersächsische Landesvertretung ein. Ab 8.30 Uhr kommen dort Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft zusammen, um sich über die Herausforderungen des neuen Jahres für das Agrarland Niedersachsen auszutauschen.

Für das Landvolk ist das Agrarfrühstück mehr als ein gesellschaftlicher Termin. Es ist ein gezielt gewähltes Dialogforum während der Grünen Woche, zu der nationale und internationale Vertreterinnen und Vertreter der Agrarwelt in Berlin zusammenkommen. Niedersachsen ist ein wichtiges Agrarland, die Land- und Ernährungswirtschaft trägt maßgeblich zur Wertschöpfung bei. Gleichzeitig stehen die Betriebe unter enormem Druck: steigende Kosten, immer neue Auflagen, ein Wust an Bürokratie und unsichere Förderbedingungen. Über diese Chancen und Risiken für das Jahr 2026 soll gesprochen werden.

Nach einleitenden Worten der beiden Gastgeber sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Silvia Breher, und der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte folgt ein Gespräch zu den Herausforderungen des neuen Jahres. Moderiert wird es durch den neuen Landvolk-Hauptgeschäftsführer Stefan Ortmann. Die Runde verspricht richtungsweisende Aussagen von verantwortlicher Seite – und die braucht es auch.

Landvolkpräsident Hennies macht deutlich, worauf es aus Sicht der Praxis ankommt: „Niedersachsen ist ein wichtiges Agrarland, und wir wollen, dass es so bleibt. Damit unsere Betriebe eine Zukunft haben, brauchen wir endlich wieder Verlässlichkeit und die Unterstützung auch auf Bundes- und EU-Ebene. Keine neuen Auflagen, spürbaren Bürokratieabbau und stabile Förderstrukturen schaffen das notwendige Klima, in dem Landwirte wieder investieren und planen können.“ Zugleich bedankt er sich bei der Landesregierung für den gemeinsamen Auftakt in Berlin: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses erste Agrarfrühstück gemeinsam in der Landesvertretung Niedersachsen ausrichten und diese Unterstützung erfahren. Der direkte Austausch mit der Politik ist wichtiger denn je.“

Auch Ministerpräsident Olaf Lies unterstreicht die Bedeutung der Branche und den gemeinsamen Handlungsbedarf: „Die Land- und Ernährungswirtschaft ist eine tragende Säule unseres Landes. Schwankende Agrarmärkte und Preise, eine zu hohe Regelungsdichte und die Auswirkungen des Klimawandels stellen die Betriebe vor besondere Herausforderungen, ebenso die Erwartungen an mehr Tierwohl und nachhaltige Qualität. Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen dafür gerade jetzt Unterstützung – und vor allem Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass diese Ziele auch praxistauglich umgesetzt werden.“

Dass zwischen Ankündigungen und der Realität auf den Höfen noch zu oft eine Lücke besteht, ist aus Sicht des Landvolks unübersehbar. Gesprächsstoff gibt es deshalb genug – beim anschließenden Frühstück ebenso wie bei den weiteren Terminen am Mittwoch, dem „Niedersachsentag“ anlässlich der Grünen Woche. Am Nachmittag bieten die „Zukunftswerkstatt“ zur Innovationskraft der Branche und der anschließende Niedersachsenabend der Marketinggesellschaft Niedersachsen zusätzliche Gelegenheit zum Austausch. Für das Landvolk gilt dann: Reden allein reicht nicht. 2026 muss das Jahr des Handelns werden. (LPD 05/2026)

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