Wasser ist und bleibt ein wichtiges Thema für Bauern

Um sich an den Klimawandel besser anzupassen, fordert das Landvolk Niedersachsen eine Förderung von moderner Beregnungstechnik und Wasserspeicherbecken für die Landwirte. Foto: Landvolk

Ausschuss für pflanzliche Erzeugnisse tagte in Hannover

L P DOhne Wasser wächst nichts. Kein Baum, keine Blume und auch kein Getreide, keine Kartoffeln, Zuckerrüben und kein Gemüse. Für Landwirte ist es daher entscheidend, ob und wieviel sie in trockenen Sommern beregnen dürfen. Gerade weil die Verteilung der Niederschläge durch den Klimawandel regional sehr unterschiedlich und kleinräumiger geworden ist. Dieses Thema prägte die Sitzung des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse des Landvolks Niedersachsen, der vergangene Woche in Hannover tagte.

Die Entscheidung über die Grundwasserförderung liegt bisher bei der unteren Wasserbehörde, die nach dem niedersächsischen Wassergesetz handelt. Dies soll aber künftig geändert werden. „Auch die Entnahme für den Hofbetrieb bedarf dann der Erlaubnis“, erläuterte Harald Wedemeyer, Rechtsreferent beim Landvolk Niedersachsen. Statt der vorgesehenen 5.000 Kubikmeter pro Jahr fordert das Landvolk Niedersachsen 10.000 Kubikmeter. Auch bei den Beiträgen an Unterhaltungsverbände lehnt das Landvolk eine Unterscheidung nach Flächennutzung ab, da dies laut Wedemeyer „ein Nullsummenspiel mit enormer Bürokratiebelastung“ wäre. Erhebungen hätten ergeben, dass fast alle Landwirte auch Waldflächen besäßen, für deren Entlastung beim Beitrag sie Erhöhungen bei den anderen Flächen zu tragen hätten.

In die gleiche Kerbe schlägt der Entwurf des Masterplans Wasser des niedersächsischen Umweltministeriums, der die wesentlichen wasserwirtschaftlichen Handlungsfelder und Herausforderungen der vom Klimawandel besonders betroffenen Landwirtschaft darstellt. Darin wird die gesamte Themenpalette vom nachhaltigen Wassermanagement, dem Schutz vor Wasser und der Reduzierung von Schadstoffen im Wasser behandelt. „Es ergeben sich daraus allerdings vorerst keine direkten rechtlichen oder praktischen Folgen“, sagt Dr. Nataly Jürges, Umweltreferentin beim Landvolk Niedersachsen.

Um sich an den Klimawandel besser anzupassen, fordert das Landvolk Niedersachsen eine Förderung von moderner Beregnungstechnik und Wasserspeicherbecken für die Landwirte. „Wir sind ein wasserreiches Land und es gibt genug Wasser, nur nicht immer zur richtigen Zeit“, sagt der Ausschussvorsitzende Thorsten Riggert aus Uelzen. Die Lösung könnten aber nicht Kartoffeln aus Ägypten oder Paprika aus Spanien sein, mit denen „Wasser“ von dort nach Deutschland importiert werde. Die Landwirte in Deutschland gingen verantwortungsvoll mit Wasser um, um damit regionale und hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. „Es kann nicht sein, dass die Antworten nur Kürzungen und Verbote sind. Vielmehr muss die Entwicklung effizienter Bewässerung durch Förderung vorangetrieben werden“, betont Riggert. Nur so könne die heimische Lebensmittelversorgung gesichert werden. (LPD 80/2025)

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