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Wolf im Jagdrecht: Jetzt muss Niedersachsen handeln!

Sind diese Schafe zukünftig sicher? Entscheidend ist aus Sicht des Landvolks ein praxisnahes Wolfsmanagement. Dazu gehört die schnelle Entnahme von Problemwölfen, die Einrichtung wolfsfreier Weideschutzgebiete sowie ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement. Foto: Landvolk

Ehlers sieht Erfolg in jahrelanger Arbeit des Aktionsbündnisses

L P D – Der Bundestag hat den Weg für ein aktives Wolfsmanagement in Deutschland frei gemacht. Mit der Zustimmung zur Änderung des Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetzes soll der Wolf künftig als jagdbare Tierart geführt werden. Für das Landvolk Niedersachsen ist dieser Beschluss ein wichtiger Schritt – und zugleich eine Aufforderung an die Landespolitik, nun rasch nachzuziehen. „Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bundestag den Wolf ins Jagdrecht aufgenommen hat“, erklärt Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen und Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement (AAW). Sein Dank gelte ausdrücklich den im AAW aktiven Verbänden, die sich seit Jahren im Bündnis engagierten und das Thema mit Nachdruck vorangebracht hätten.

Für Ehlers ist der Beschluss auch das Ergebnis einer langen politischen und gesellschaftlichen Debatte. Seit Jahren weisen Weidetierhalter, Landwirte und Jäger auf die wachsenden Probleme durch die steigende Wolfszahl hin. Risse bei Schafen, Ziegen, Pferden oder Kälbern bedeuten für die Tierhalter nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch eine enorme emotionale Belastung. Mit der Herabsetzung des Schutzstatus des Wolfs auf EU-Ebene und der Aufnahme des Themas in den Koalitionsvertrag sei nun endlich Bewegung in die Diskussion gekommen. „Der Weg für ein aktives Bestandsmanagement in Deutschland ist mit der Aufnahme des Wolfes ins Bundesjagdgesetz freigemacht worden“, betont Ehlers.

Nun liege der Ball jedoch bei den Bundesländern. „Es muss jetzt schnell der Niedersächsische Wolfsmanagementplan beschlossen werden“, sagt der Landvolk-Vizepräsident. Entscheidend ist aus Sicht des Landvolks ein praxisnahes Wolfsmanagement. Dazu gehört die schnelle Entnahme von Problemwölfen, die Einrichtung wolfsfreier Weideschutzgebiete sowie ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement. „Seit Jahren fordern wir genau das“, bekräftigt Ehlers.

Für das Landvolk Niedersachsen ist klar: Mit dem Bundestagsbeschluss ist ein wichtiger Schritt getan. Jetzt muss Niedersachsen schnell handeln – damit das angekündigte aktive Wolfsmanagement zur kommenden Weidesaison auch tatsächlich Wirkung entfalten kann. (LPD 19/2026)

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