Berufseinstieg mit Weitblick: Landvolk bietet Studium

Wanja Sievers, Finnja Müller-Stöver und Carsten Hops vom Kreisverband Rotenburg-Verden werben für das duale Studium Agrarmanagement Foto: Landvolk

Landvolk Rotenburg-Verden startet duales Studium im Agrarmanagement

L P D Landwirtschaft ist längst mehr als Traktor und Tierhaltung – sie ist ein komplexes Zusammenspiel aus Natur, Technik, Recht und Betriebswirtschaft. Um jungen Menschen genau diesen breiten Blick auf das Berufsfeld zu ermöglichen, geht das Landvolk Rotenburg-Verden jetzt einen zukunftsweisenden Schritt: Ab Oktober 2025 bietet der Kreisverband erstmals einen dualen Studienplatz im Bereich Agrarmanagement an. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. Juli, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Initiatorin des Projekts ist Finnja Müller-Stöver, die selbst vom dualen Studienmodell überzeugt ist. „Ich habe bei Heidesand dual studiert – das hat mir den Berufseinstieg enorm erleichtert“, berichtet sie.

Seit 2021 ist Müller-Stöver als Agrarberaterin beim Landvolk tätig. Dass ihr Arbeitgeber bislang kein eigenes duales Studienangebot hatte, ließ sie nicht los. Mit ihrer Initiative brachte sie den Stein ins Rollen – mit Erfolg. Der Studiengang „Agrarmanagement“ wird nun in Kooperation mit der Staatlichen Studienakademie der Dualen Hochschule Sachsen in Dresden (DHSN) realisiert. Dort findet der theoretische Teil statt, während die Praxisphasen direkt beim Landvolk in Rotenburg absolviert werden. Das Bachelor-Studium dauert drei Jahre und ist im regelmäßigen Wechsel zwischen Hochschule und Betrieb organisiert. Bereits am 1. Oktober beginnt das Studium, einen Tag später startet die erste Praxisphase.

Für den Landvolk-Kreisverbandsgeschäftsführer Carsten Hoops ist der neue Weg eine Bereicherung: „Unsere Geschäftsstelle vereint Agrarberatung, Rechtsberatung, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit – hier kann man viel lernen.“ Der Schwerpunkt liegt auf der Agrarberatung, aber der Einblick in weitere Themenfelder der Landwirtschaft ist fester Bestandteil. Besonders wertvoll sei laut Hoops die persönliche Atmosphäre im kleinen Team. „Hier wird niemand durchgeschleust – jeder kann richtig mitarbeiten und Verantwortung übernehmen.“ Dass die Theoriephase in Dresden stattfindet, sieht das Landvolk nicht als Nachteil – im Gegenteil. „Man schaut über den Tellerrand hinaus und lernt eine andere Struktur der Landwirtschaft kennen“, sagt Müller-Stöver. Auch Hoops begrüßt diesen Aspekt: „Diese räumliche Distanz fördert das eigenständige Denken und die persönliche Entwicklung.“

Die Hochschule in Dresden überzeugt zudem mit ihrer guten Betreuung und studierendenfreundlichen Wohnlösungen. Zimmer im Internationalen Gästehaus können blockweise gemietet werden – so entfällt die oft schwierige Wohnungssuche. „Die Vernetzung mit Kommilitonen aus ganz Deutschland war für mich ein echtes Highlight“, ergänzt Müller-Stöver.

Ein solches duales Studium in Kooperation mit einem Landvolkverband ist bisher einmalig in der Region. Öffentlichkeitsreferentin Wanja Sievers betont: „Wir bieten hier etwas Besonderes – eine echte Verbindung von Theorie und Praxis im Herzen der Landwirtschaft.“ Bewerben können sich Interessierte mit Hochschul- oder Fachhochschulreife sowie vergleichbarer Qualifikation. Ein landwirtschaftliches Grundverständnis ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Alle Infos dazu unter www.landvolk-row-ver.de/jobs (LPD 53/2025)

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