Regional auf dem Rost: Niedersachsen punktet zum Grillauftakt

Grillfleisch
Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verzehr bei 54,9 Kilogramm und damit um 1,4 Kilogramm höher als im Vorjahr. Besonders gefragt ist Geflügelfleisch, das mit knapp 15 Kilogramm pro Person ein Allzeithoch erreicht hat und rund 27 Prozent des gesamten Fleischverzehrs ausmacht Foto: Pixabay

Heimische Lebensmittel überzeugen durch hohe Qualität und gute Nachfrage

L P D – Sonniges Wetter und frühlingshafte Temperaturen haben am Wochenende die ersten Griller nach draußen gelockt, um Fleisch, Gemüse, Grillkäse und Bratwürste zu brutzeln oder leckere Salate zuzubereiten. Fleisch und Gemüse aus Niedersachsen überzeugen dabei mit Qualität und werden gerne nachgefragt, wie aktuelle Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) belegen. Im Jahr 2025 lag der Pro-Kopf-Verzehr bei 54,9 Kilogramm und damit um 1,4 Kilogramm höher als im Vorjahr. Besonders gefragt ist Geflügelfleisch, das mit knapp 15 Kilogramm pro Person ein Allzeithoch erreicht hat und rund 27 Prozent des gesamten Fleischverzehrs ausmacht. Gründe dafür sind unter anderem seine wachsende Beliebtheit sowie eine vergleichsweise moderate Preisentwicklung.

Auch andere Fleischarten bleiben feste Bestandteile der Ernährung: Schweinefleisch ist mit durchschnittlich 28,3 Kilogramm pro Person weiterhin Spitzenreiter und macht knapp 52 Prozent des Gesamtverzehrs aus. Rind- und Kalbfleisch verzeichneten ebenfalls einen leichten Zuwachs auf 9,7 Kilogramm pro Person. Nach vorläufigen Berechnungen des BZL ist der Fleischkonsum seit drei Jahren wieder im Aufwärtstrend. Gleichzeitig zeige sich, dass die heimische Landwirtschaft mit der steigenden Nachfrage nicht vollständig Schritt hält: 2025 sank die Fleischerzeugung leicht um 0,3 Prozent auf 7,3 Millionen Tonnen. Um den Bedarf, insbesondere an Edelteilen, zu decken, gewinnen Importe weiterhin an Bedeutung – trotz eines rechnerischen Selbstversorgungsgrades von mehr als 114 Prozent. Bei Rind- und Geflügelfleisch liegt er allerdings bereits unter 100 Prozent.

Passend zur Grillsaison ergänzt ein frischer Gurkensalat das herzhafte Steak oder Würstchen. Aus geschütztem Anbau wird die neue Ernte bereits angeboten. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums belegen Gurken seit Jahren Platz 4 unter den beliebtesten Gemüsearten nach Tomaten, Möhren und Zwiebeln. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 verbrauchten die Deutschen pro Person 8,5 Kilogramm Gurken. Das sind 300 Gramm mehr als im Wirtschaftsjahr 2023/24. Der heimische Anbau lieferte 285.000 Tonnen Salat- und Einlegegurken, dem standen Einfuhren in Höhe von 722.000 Tonnen gegenüber, die vor allem aus den Niederlanden und Spanien kamen. Anders als beim Fleisch betrug der Selbstversorgungsgrad nur rund 31 Prozent.

Niedersachsen liegt mit 25.627 Tonnen Salatgurken klar an der Spitze der deutschen Anbauer. Zusammen mit Bayern (17.635 Tonnen) und Nordrhein-Westfalen (9.981 Tonnen) bauen diese Bundesländer 82 Prozent der unter Schutzabdeckungen gewachsenen Salatgurken an. Insgesamt sinkt die Anzahl der geernteten Salatgurken in Deutschland jedoch.

Wer bei der Auswahl seiner Lebensmittel bewusst zu Fleisch und Beilagen aus regionaler Landwirtschaft greift, unterstützt nicht nur die Bauern vor Ort, sondern vor allem hohe Standards in Qualität, Tierwohl und CO2-Bilanz. Mit Beginn der Grillsaison bietet sich somit die ideale Gelegenheit, die Vielfalt heimischer Erzeugnisse zu entdecken – verantwortungsvoll erzeugt und zunehmend gefragt.

Ansprechpartnerin: Wiebke Molsen, Tel.: 0511 3670476, wiebke.molsen@landvolk.org

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