GAP ab 2028: Podcast zur Hofnachfolge und neuen Förderansätzen

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Junglandwirte fordern endlich Perspektiven und Planungssicherheit

L P D – Die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 wird auch für die Hofnachfolge in Niedersachsen eine wichtige Rolle spielen. Welche Erwartungen junge Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter an die Agrarpolitik haben und wie die geplante Junglandwirteförderung ausgestaltet werden sollte, steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge des Landvolk-Podcasts. Moderatorin Wibke Langehenke spricht dazu mit Eike Christian Grupe, Referent für Struktur- und Förderpolitik beim Landvolk Niedersachsen, sowie Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen und selbst Hofnachfolger.

In Niedersachsen stehen viele Betriebe in den kommenden Jahren vor einem Generationenwechsel. Gleichzeitig sei die Hofnachfolge längst nicht überall gesichert. „Viele junge Menschen stehen vor der Frage, ob sie einen Betrieb übernehmen, im Nebenerwerb weiterführen oder einen anderen beruflichen Weg einschlagen“, beschreibt Grupe die Ausgangslage. Für Klockemann ist die Entscheidung für oder gegen eine Hofübernahme weit mehr als eine wirtschaftliche Abwägung. „Eine Hofübernahme ist kein einzelner Entschluss, sondern ein Prozess, für den man sich Zeit nehmen sollte“, betont er. Neben der Wirtschaftlichkeit spielten auch familiäre Aspekte und die Zukunftsfähigkeit des Betriebs eine zentrale Rolle.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die geplante Förderung von Junglandwirten innerhalb der künftigen GAP an Bedeutung. Die EU-Kommission setzt dabei verstärkt auf investive Unterstützung, Beratung und Netzwerke. Grundsätzlich sei eine Unterstützung beim Einstieg sinnvoll, sind sich Grupe und Klockemann einig. Entscheidend sei jedoch, dass Fördermittel nicht zum alleinigen Motiv für eine Hofübernahme werden, sondern dass der Betrieb aufgrund seiner Voraussetzungen wie Lage, Größe und Betriebszweige zukunftsfähig sei oder Entwicklungspotenzial habe. „Die Förderung kann helfen, aber am Ende muss sich der Betrieb auch ohne Förderung tragen“, ergänzt Grupe. Gerade in den ersten Jahren kann eine Förderung junge Betriebsleiter bei Investitionen oder der Realisierung neuer Ideen unterstützen.

Noch wichtiger als zusätzliche Förderprogramme seien verlässliche politische Rahmenbedingungen. „Wir brauchen Planungssicherheit und klare Regeln für Investitionen“, fordert Klockemann. Gerade bei langfristigen Entscheidungen wie Stallbauten oder neuen Betriebszweigen sei Unsicherheit ein wesentliches Hemmnis.

Ein weiteres Thema der Podcastfolge sind alternative Wege der Hofnachfolge. Da nicht mehr jeder Betrieb einen Nachfolger innerhalb der Familie findet, gewinnen außerfamiliäre Übergaben zunehmend an Bedeutung. Aus Sicht des Landvolks können solche Modelle dazu beitragen, landwirtschaftliche Betriebe langfristig zu erhalten.

In der nächsten Folge sprechen Wibke Langehenke und Eike Christian Grupe mit Elfriede Werdermann, ehemalige Geschäftsführerin des Grafschafter Landvolkes, über das Thema Mediation. Sie hat zahlreiche Hofübergaben begleitet und Betroffene beraten. (LPD 43/2026)

Ansprechpartnerin: Alisha Trilling, Tel.: 0511 3670431, alisha.trilling@landvolk.org

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