Geflügel ist zu den Festtagen besonders beliebt

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Deutsche Herkunft garantiert Einhaltung hoher Standards

Weihnachtlich gefüllte Pute, Ente in Honig oder Hähnchen mit Maronen – zu Weihnachten kommt in vielen Haushalten traditionell Geflügel auf den Tisch. Das Landvolk Niedersachsen weist darauf hin, wie wichtig es ist, beim Einkauf von Geflügelfleisch auf die deutsche Herkunft zu achten. Diese ist zu erkennen an dem „D“ auf der Verpackung und steht für eine streng kontrollierte heimische Erzeugung nach hohen Standards für den Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz. „Tierschutz ist wichtig, deshalb brauchen wir endlich einheitliche Regeln für unseren gemeinsamen Markt“, fordert Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke. Enten stammen beispielsweise nur noch selten aus Deutschland, weil Anbieter aus Staaten mit niedrigeren Standards die hohen Kosten für die tierschutzgerechte Haltung hierzulande unterbieten.

Für den menschlichen Verzehr wurden in Deutschland 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt 703 Millionen Stück Geflügel geschlachtet und knapp 1,6 Millionen Tonnen (t) Geflügelfleisch erzeugt. Überwiegend handelte es sich um Hühner, die zur Mast bestimmt waren (88 Prozent der geschlachteten Tiere insgesamt).

Trotzdem importierte Deutschland im vergangenen Jahr 720.590 Tonnen Geflügelfleisch im Wert von mehr als 1,6 Milliarden Euro. Allein aus den Niederlanden wurden im vergangenen Jahr 229.263 t Geflügelfleisch im Wert von mehr als 415 Millionen Euro eingeführt. Deutschlands zweitwichtigster Importhandelspartner für Geflügelfleisch im Jahr 2019 war Polen mit 185.476 t Geflügelfleisch im Wert von mehr als 488 Millionen Euro. Weitere wichtige Handelspartner waren Frankreich, Österreich und Belgien.

Die Menge an exportiertem Geflügelfleisch lag 2019 unter den Importen: 474.898 Tonnen Geflügelfleisch im Wert von 909 Millionen Euro wurden ausgeführt. Die meisten Geflügelfleisch-Exporte aus Deutschland gingen im vergangenen Jahr in die Niederlande, nach Frankreich sowie Dänemark und Österreich.

Zum Stichtag 3. März 2016 gab es nach Angaben des Statistischem Bundesamtes 49.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland, die Geflügel hielten. Diese Betriebe nannten mehr als 173 Millionen Tiere ihr Eigen. Das mit Abstand meiste Geflügel mit mehr als 92 Millionen Tiere wurde in Niedersachsen gehalten, darauf folgten Nordrhein-Westfalen mit 13,5 Millionen Tiere, Sachsen-Anhalt mit fast 13 Millionen und in Bayern gab es 12,3 Millionen Tiere. (LPD 20101)

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