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Landvolk ruft Urlauber zu verantwortungsvollem Verhalten auf

Das Landvolk Niedersachsen appelliert daher eindringlich an alle Reisenden, insbesondere an Urlauber aus oder in betroffene Regionen sowie an Lkw-Fahrer im grenzüberschreitenden Verkehr: Bitte bringen Sie keine Fleischprodukte mit – und entsorgen Sie keine Essensreste unbedacht in der Landschaft! Foto: Landvolk

Afrikanische Schweinepest darf sich nicht weiter ausbreiten

L P D – Die Urlaubszeit läuft auf Hochtouren, der Güterverkehr brummt – und mit beidem wächst auch das Risiko, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter in Deutschland ausbreitet. Das Landvolk Niedersachsen appelliert daher eindringlich an alle Reisenden, insbesondere an Urlauber aus oder in betroffene Regionen sowie an Lkw-Fahrer im grenzüberschreitenden Verkehr: Bitte bringen Sie keine Fleischprodukte mit – und entsorgen Sie keine Essensreste unbedacht in der Landschaft!

„Niedersachsen ist derzeit nicht von der Afrikanischen Schweinepest betroffen, aber in unserem Nachbar-Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) im Kreis Olpe wurden mehrere Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet – und insgesamt ist die Lage in Europa alarmierend. Dass das ASP-Virus immer wieder über den Menschen in zuvor ASP-freie Regionen eingetragen wird, zeigt der jüngste Ausbruch in NRW. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat nachgewiesen, dass das ASP-Virus im Kreis Olpe eine hohe Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien aufweist“, schildert Vize-Präsident Jörn Ehlers die Lage.

Das ASP-Virus ist für den Menschen ungefährlich, doch Schweine sind hochempfänglich. Obwohl sich das Virus langsam ausbreitet, reichen kleinste Mengen kontaminierten Fleisches oder Blutes, um eine Infektion zu verursachen. Vor allem nicht erhitzte Schweinefleischprodukte, etwa Wurst oder Aufschnitt, stellen ein hohes Risiko dar – insbesondere dann, wenn sie von ahnungslosen Reisenden weggeworfen und von Wildschweinen gefressen werden. Doch auch Gegenstände und Fahrzeuge, die Kontakt zu infizierten Schweinen oder Wildschweinen hatten, können das Virus verbreiten.

„Die Schweinehalter in Niedersachsen tun alles, um ihre Tiere zu schützen – aber sie brauchen auch die Mithilfe der Bevölkerung“, betont Ehlers. Jeder kann dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiterverbreitet. Wer durch betroffene Regionen reist, dort jagdlich aktiv ist oder Kontakt zu Wildschweinen hatte, sollte besonders vorsichtig sein: Kleidung, Fahrzeuge oder Jagdausrüstung können das Virus unbemerkt weitertragen.

Das Landvolk ruft daher eindringlich auf: Keine Schweinefleischprodukte aus dem Ausland mitbringen! Keine Essensreste in der Natur entsorgen – Mülleimer auf Rastplätzen benutzen! Nach Reisen in ASP-Gebiete Kleidung und Ausrüstung gründlich reinigen! Keine Jagdtrophäen oder Schweineprodukte aus betroffenen Regionen einführen!

„Wir alle tragen Verantwortung – für die Gesundheit unserer Tiere und die Zukunft der heimischen Landwirtschaft“, appelliert Ehlers auch an seine Berufskollegen. Wirksame Biosicherheitsmaßnahmen müssen strengstens umgesetzt und eingehalten werden, damit ein Eintrag nach Niedersachsen verhindert werden kann. Zusätzliche Informationen gibt es – auch in mehreren Sprachen für Mitarbeiter aus betroffenen Regionen – unter Afrikanische Schweinepest | Tierseucheninfo. (LPD 49/2025)

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