Landwirtschaft wird beim Karneval sichtbar

Zahlreiche Landwirte aus dem Braunschweiger Land unterstützen den Festumzug und stellen ihre Schlepper zur Verfügung Foto: Landvolk

Niedersächsisches Landvolk Braunschweiger Land thematisiert Wolf und Mercosur

L P D – Vom Acker auf die Straße gebracht, Landwirtschaft mit Herz und Narrenkraft – Unter diesem Motto beteiligt sich das Niedersächsische Landvolk Braunschweiger Land auch in diesem Jahr am Karnevalsumzug „Schoduvel“ in Braunschweig, der am Sonntag, den 15. Februar, stattfindet. Wie bereits im vergangenen Jahr unterstützen zahlreiche Landwirte aus dem Braunschweiger Land den Festumzug und stellen ihre Schlepper zur Verfügung.

„Die Teilnahme am Schoduvel gibt uns die Möglichkeit, auf aktuelle Themen in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen und mit den Menschen am Straßenrand ins Gespräch zu kommen“, sagt Hagen Meyer vom Niedersächsischen Landvolk Braunschweiger Land. Der Dank des Arbeitskreises gelte dem Komitee Braunschweiger Karneval, der ihnen dafür diese besondere Bühne bietet, um mit Spaß mehr Transparenz ans Licht zu bringen.

Mit rund 130 Motivwagen gilt der Schoduvel als größter Karnevalsumzug Norddeutschlands. An den Treckern, die die Wagen ziehen, wird mit Plakaten auf die Aktion „Hungrig, nackt und nüchtern“ hingewiesen. Zusätzlich werden in diesem Jahr neue Schilder mit dem Motto „Mercosur Helau“ gezeigt, um auf die belastenden Auswirkungen des Mercosur-Abkommens für die heimische Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Der Karneval bietet dafür eine besondere Bühne: offen, kreativ und mitten in der Gesellschaft.

Ein zentraler Bestandteil der Teilnahme ist erneut der Themenwagen zum Wolf. Mit ihm macht das niedersächsische Landvolk Braunschweiger Land auf die weiterhin dramatische Situation der Weidetierhalter aufmerksam. Zwar soll der Wolf dieses Jahr in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden, doch für die betroffenen Tierhalter ist bislang nicht klar, ob sich ihre Lage dadurch verbessert. Besonders kritisch sehen die Landwirte, dass Weidetierhalter in der Diskussion zur Umsetzung der Gesetzesänderung auf der Landesebene zu wenig eingebunden werden. Dabei ist Niedersachsen mittlerweile das Bundesland mit den meisten Wolfsterritorien. (LPD 11/2026)

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