Milchlandpreis 2025: Verantwortung leben und Zukunft gestalten

„Für das Landvolk war diese Veranstaltung mehr als eine Preisverleihung. Er war ein Statement: Die niedersächsische Milchwirtschaft ist leistungsstark, innovativ und bereit für den Dialog. Und sie zeigt eindrucksvoll, wie Landwirtschaft heute aussehen kann – bodenständig, modern und mit Blick auf die kommenden Generationen“, freut sich Landvolk-Vizepräsident Kohlenberg (re.) Foto: GMC Marketing GmbH

Spitzenleistung aus Oldenburg: Milchhof Diers ist „Bester Milcherzeuger 2025“

L P D – „Die prämierten, zukunftsorientierten Betriebe beweisen, dass Niedersachsen auch in Sachen Nachhaltigkeit weltweit zu den Spitzenreitern zählt. Die Milchproduktion und die niedersächsische Landwirtschaft stellen sich den Forderungen aus Politik, Gesellschaft und Verbrauchern, und sie sind jederzeit bereit, sich weiterzuentwickeln.“ Mit diesen Worten brachte Landvolk-Vizepräsident Frank Kohlenberg auf den Punkt, was die 25. Verleihung des Milchlandpreises ausmachte: Stolz, Leistung – und vor allem Zukunftsorientierung. Für Kohlenberg und die Anwesenden in der Meyerei in Rastede war ganz klar: Hier werden nicht nur Höfe ausgezeichnet, sondern Menschen, die täglich zeigen, wie verantwortungsvolle Milcherzeugung aussieht. Sonja und Jürn vom Milchhof Diers aus Oldenburg holten die „Goldene Olga 2025“ und damit den Titel „Bester Milcherzeuger Niedersachsens“.

„Der 170 Hektar große Betrieb zeigt mit einer im landesweiten Vergleich sehr guten Milchleistung von 11.000 Litern Milch, wie konsequente Weiterentwicklung aussehen kann“, führt Kohlenberg gegenüber dem Landvolk-Pressedienst aus. 320 Kühe mit weiblicher Nachzucht, eigener Hofmolkereibetrieb und Direktvermarktung an über 5.500 Haushalte, Schulen und Kitas überzeugten die Jury. Dazu Weidegang im Sommer und ein Management, das Mitarbeitende wie Tiere gleichermaßen im Blick behält, sodass nun für ein Jahr die lebensgroße, goldene Kuh-Statue zu Gast auf den Hof kommt – und auch über das Preisgeld über 4.000 Euro darf sich die Familie freuen.

Auch die LüneHöfe in Echem setzten starke Signale. Mit der „Silbernen Olga“ und dem Niedersächsischen Klima-Sonderpreis wurde der Zusammenschluss von sechs Familien gleich doppelt geehrt. Ihr niedriger CO₂-Fußabdruck, ihre Technik und ihr Engagement im Klimaschutz zeigen, wie moderne Landwirtschaft mit echter Verantwortung aussieht. Eine Biogasanlage, Photovoltaik, emissionsarme Stallsysteme – der Betrieb zeigt, was möglich ist, wenn Innovation und Mut zusammenkommen.

Die „Bronzene Olga“ ging in diesem Jahr an die Familie Lüschen-Strudthoff aus Hatten-Tweelbäke-Ost – ein Hof, der bereits zum dritten Mal unter den Besten landet. 135 Kühe, 117 Hektar Fläche und eine Familie, die ihre Leidenschaft für Tiere lebt und sichtbar macht.

Dass niedersächsische Betriebe sich nicht verstecken müssen, zeigten auch Platz 4 und 5: die Familien Möller aus Cloppenburg sowie Pohlabeln aus Lorup. Beide Höfe überzeugten mit starker Betriebsführung und klaren Zukunftsstrategien.

Was die Veranstaltung besonders prägend machte: Der gemeinsame Tenor aller Redner. Der Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Weser-Ems, Nikolaus Jansen, lobte die Preisträger als „Vorbilder“, die den Mut hätten, sich stetig weiterzuentwickeln. Die Vorsitzenden der Landesvereinigung Milchwirtschaft Niedersachsen, Jan Heusmann und Weert Baack, betonten die Bedeutung von Tierwohl, Klimaschutz und Transparenz – Themen, die längst im Herzen der Landwirtschaft angekommen sind.

„Für das Landvolk war diese Veranstaltung mehr als eine Preisverleihung. Sie war ein Statement: Die niedersächsische Milchwirtschaft ist leistungsstark, innovativ und bereit für den Dialog. Und sie zeigt eindrucksvoll, wie Landwirtschaft heute aussehen kann – bodenständig, modern und mit Blick auf die kommenden Generationen“, freut sich Landvolk-Vizepräsident Kohlenberg, der selbst Milchviehhalter ist, mit den Gewinnern und über die zukunftsorientierte Entwicklung „seiner“ Branche. (LPD 92/2025)

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