Mit Kompetenz und Herz: Sorgentelefone bilden aus

Simon Fübbeker, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Sorgentelefons und der Ländlichen Familienberatung Oesede Foto: Ländliche Familienberatung Oesede

Ausbildungsreihe zur Beratung landwirtschaftlicher Familien startet im Dezember

L P D – Landwirtschaftliche Familien stehen oft unter großem Druck – wirtschaftlich, familiär und emotional. Die ehrenamtlichen Berater und Beraterinnen der Landwirtschaftlichen Sorgentelefone bieten ihnen vertrauliche und qualifizierte Unterstützung, wenn sie Hilfe brauchen oder sich einfach mal aussprechen wollen. Nun suchen die Landwirtschaftlichen Sorgentelefone in Niedersachsen engagierte Menschen, die sich für das Wohl der bäuerlichen Familien einsetzen möchten. Gemeinsam mit der Agrarsozialen Gesellschaft startet im Dezember 2025 eine neue Ausbildungsreihe zur ehrenamtlichen landwirtschaftlichen Familienberaterin beziehungsweise zum Familienberater. Interessierte können sich noch bis zum 30. Juli bewerben.

„Es werden fundierte Kenntnisse in systemischer Beratung, Gesprächsführung und Konfliktbearbeitung vermittelt – praxisnah, empathisch und persönlichkeitsbildend“, erläutert Simon Fübbeker, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Sorgentelefons und der Ländlichen Familienberatung Oesede. Gesucht werden Menschen mit landwirtschaftlichem Hintergrund oder einer engen Verbindung zur Landwirtschaft. Voraussetzungen sind emotionale Stabilität, soziale Kompetenz, Bereitschaft zur Selbstreflexion sowie ein ehrenamtliches Engagement nach dem Abschluss für mindestens drei Jahre an einem der Beratungsstandorte in Oesede, Rastede oder Barendorf. Zudem müssen die Interessierten am Auswahltag am 30. August 2025 in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede teilnehmen. Dort lernen sie das Team und die Inhalte kennen.

Die praxisorientierte Ausbildung läuft bis Januar 2027 und wird an fünf Wochenenden in Seminarhäusern in Niedersachsen sowie in zwei Online-Modulen durchgeführt. Trägerin ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Familie und Betrieb. „Bei finanziellen Hürden finden wir gemeinsam eine Lösung“, verspricht Fübbeker. Dank der Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird der Großteil der Seminarkosten übernommen. Der Eigenanteil beträgt 700 Euro für die gesamte Zeit.

„Mit ihrem Engagement können die Beraterinnen und Berater einen wichtigen Beitrag leisten – für stabile Familien, tragfähige Lösungen und neue Perspektiven im ländlichen Raum“, wirbt Fübbeker für die ehrenamtliche Ausbildung, die von Helga Rolfes (Dipl.-Sozialarbeiterin, systemische Supervisorin) und Dr. Bernhard Hülsken (Erziehungswissenschaftler, Supervisor), geleitet wird. Beide haben langjährige Erfahrungen in der ländlichen Familienberatung. Weitere Informationen sowie Bewerbungsunterlagen erhalten Interessenten unter https://www.sorgentelefon-landwirtschaft.de/ausbildung.html oder per E-Mail unter info@sorgentelefon-landwirtschaft.de. (Online-)Bewerbungen sind möglich bis zum 30. Juli 2025 unter https://www.sorgentelefon-landwirtschaft.de/bewerbung.html.

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