Niedersachsen bringt Tierhaltung in Brüssel auf die Agenda

Am 23. September 2025 lädt der Landesbauernverband gemeinsam mit Partnern aus dem ländlichen Raum und der Ernährungswirtschaft zum parlamentarischen Abend „Tierhaltung in Niedersachsen“ in das „Résidence Palace – International Press Centre“ in Brüssel ein Foto: istock

Parlamentarischer Abend am 23. September: Herausforderungen und Lösungen mit der Politik erörtern

L P DDie Tierhaltung ist einer der tragenden Pfeiler der niedersächsischen Landwirtschaft – und zugleich einer der am stärksten belasteten Bereiche. Bürokratische Auflagen, strenge umweltrechtliche Vorgaben und ständige Anpassungen gesetzlicher Rahmenbedingungen setzen Tierhaltern zunehmend zu. Für viele Betriebe fehlt es an Zukunftsperspektive, Planungssicherheit ist kaum gegeben. „Von Seiten der Politik kommen bislang so gut wie keine umsetzbaren Vorschläge, die den Betrieben helfen würden“, kritisiert Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Landvolk die Initiative „tierischGut aus Niedersachsen“ gestartet. Ziel ist es, die Bedeutung der Tierhaltung sichtbar zu machen, Lösungswege aufzuzeigen und in einen direkten Dialog mit Entscheidungsträgern einzutreten. „Wir wollen Bewegung in den politisch verursachten Stillstand bei der Weiterentwicklung der Tierhaltung bringen“, erklärt Hennies gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Am 23. September 2025 lädt der Landesbauernverband gemeinsam mit Partnern aus dem ländlichen Raum und der Ernährungswirtschaft deshalb zum parlamentarischen Abend „Tierhaltung in Niedersachsen“ in das „Résidence Palace – International Press Centre“ in Brüssel ein. Ab 17.30 Uhr empfängt das Präsidium um Hennies EU-Abgeordnete, Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie Experten aus Wissenschaft und Politik.

Den inhaltlichen Auftakt setzt Ernährungswissenschaftler und Sachbuchautor Dr. Malte Rubach. In seiner Key Note „Wie Tierhaltung zur nachhaltigen Landwirtschaft beiträgt“ beleuchtet er die Rolle der Tierhaltung in einer zukunftsfähigen Agrarproduktion. Anschließend moderiert Florian Dalstein, Leiter für Europäische Agrar- und Umweltpolitik beim Deutschen Bauernverband, das Podiumsgespräch. Auf dem Podium vertreten sind die Generaldirektorin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Kommission, Elisabeth Werner, der niedersächsische EU-Abgeordnete Tiemo Wölken, Prof. Eberhard Hauenhorst, Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im BMLEH, sowie Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers.

Das Schlusswort übernimmt Landvolk-Vizepräsident Hubertus Berges. Wie Ehlers ist er selbst Schweinehalter und weiß aus eigener Erfahrung, welche Unsicherheiten Tierhalter derzeit beschäftigen. „Wir werden die Sorgen und Nöte der Betriebe klar benennen – aber auch aufzeigen, wie Tierhaltung in Niedersachsen eine Zukunft haben kann“, kündigt Berges an. Im Anschluss bleibt viel Zeit für Austausch und Diskussionen. Für das Landvolk ist klar: Wenn die Politik sich aus ihrer finanziellen Verantwortung für die Modernisierung der Tierhaltung immer mehr zurückzieht und außerdem keine verlässlichen Rahmenbedingungen setzt, dann muss sie die Gestaltung stärker der Land- und Ernährungswirtschaft überlassen. (LPD 71/2025)

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