Ostereier bleiben eine liebgewonnene Tradition

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Selbstversorgung 2019 trotz höherer Nachfrage auf 72,9 Prozent gestiegen

L P D – Hühnerhaltung liegt im Trend – fast jeder, der hip sein möchte und einen Garten hat, hält heutzutage seine eigenen Hühner fürs Frühstücksei. Der Großteil der verspeisten Eier kommt jedoch immer noch vom Bauernhof, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Im Jahr 2019 wurden immerhin 236 Eier pro Kopf verzehrt, das waren zwei Eier mehr als noch im Jahr zuvor und ist ein neuer Höchstwert. Vor Ostern erreicht die Nachfrage erfahrungsgemäß ihren Höhepunkt, in diesem Jahr überlagert die Corona-Krise jedoch den normalen Eiermarkt. „Es hat eine deutlich erhöhte Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel gegeben“, sagt Margit Beck, Marktanalystin bei Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Die Lieferungen an Restaurants und Großküchen sei durch deren Schließung hingegen komplett zum Erliegen gekommen. Dies stellt die Bauern vor erhebliche logistische Herausforderungen. „Die kleineren Verpackungen sind nur begrenzt verfügbar,“, erläutert Beck. Normalerweise wird etwa die Hälfte des Gesamtverbrauchs von den privaten Haushalten als Schaleneier gekauft.

Eier aus Deutschland sind dabei besonders beliebt. Da der Lebensmittelhandel in der Vergangenheit verstärkt Eier aus deutscher Erzeugung nachgefragt hat, haben die Landwirte reagiert und in Hühnerställe investiert. Mit einem Bestand von 48 Millionen Tieren lebten 2019 rund 1,2 Millionen Hennen mehr als ein Jahr zuvor in deutschen Ställen (+ 2,6 Prozent). Dies geht aus der vorläufigen Versorgungsbilanz des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) für das Jahr 2019 hervor. In den Hühnerställen wurden demnach mit 13,94 Milliarden Stück 2,4 Prozent mehr Eier als im Vorjahr gelegt. Der Selbstversorgungsgrad ist parallel zur stärkeren Nachfrage ebenfalls gestiegen. Trotzdem kann Deutschland den Bedarf an Eiern nur zu 72,9 Prozent selbst decken und gehört zu den größten Importeuren von Konsumeiern innerhalb der EU. Hauptherkünfte für deutsche Importe sind neben den Niederlanden (75 Prozent der Gesamtimporte), Polen (14 Prozent) und Belgien (5 Prozent). Zusammen stellen sie rund 94 Prozent des Gesamtimports an Konsumeiern nach Deutschland. (LPD 26/2020)

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