Vorschläge zur Düngeverordnung werden geprüft

Foto: Landvolk Niedersachsen

Allgemeine Verwaltungsvorschrift sorgt bei Bauern für Unruhe

L P D – Vor kurzem ist dem Landvolk Niedersachsen und allen weiteren beteiligten Verbänden der Entwurf der nach der neuen Düngeverordnung (DüV20) zu erlassenden „allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten (AVV GeA)“ zur Anhörung übersandt worden. Diese Vorschrift soll voraussichtlich Anfang Oktober vom Bundesrat verabschiedet. Die Bundesländer, so auch Niedersachsen, haben bis zum Jahresende ihre Landesdüngeverordnungen auf die Vorgaben der AVV GeA zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen. Aktuell überprüft der Deutsche Bauernverband mit den Landesbauernverbänden den Entwurf und wird seine Stellungnahme Mitte Juli dem Ministerium zusenden, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Doch bei erster Prüfung fällt bereits auf, dass die Vorgaben an die Messstellen, an die weiterhin in einem ersten Schritt angeknüpft werden soll, viel zu ungenau sind. Hier besteht großer Nachholbedarf. Das hatte das vom Landvolk Niedersachsen eigens dafür in Auftrag gegebene Gutachten bereits festgestellt. Auch ist die geforderte Messstellendichte von einer Messstelle je 50 Quadratkilometer (!) völlig unzureichend, erklärt der Landesbauernverband.

Alle – auch im Weiteren festgestellten – Kritikpunkte werden nach Umsetzung der Verwaltungsvorschrift in Niedersachsen durch Änderung der Landesdüngeverordnung aufgegriffen. Das Landvolk Niedersachen hat bereits acht Klageverfahren gegen die Landesdüngeverordnung auf den Weg gebracht, in denen auch diese künftigen Änderungen auf den Prüfstand gestellt werden. Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies stellt klar, dass sich die Landwirtschaft zum Gewässerschutz bekennt. „Allerdings muss sichergestellt sein, dass ergriffene Schutzmaßnahmen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind. Wenn das jedoch nicht gewährleistet ist, dann müssen sich die betroffenen Landwirte wehren“, zeigt Hennies abschließend auf. (LPD 52/2020)

Weitere Beiträge

Energiepreise, Dünger und Marktstrukturen setzen Landwirtschaft weiter unter Druck

L P D – Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen stehen weiterhin unter massivem wirtschaftlichem Druck. Vor allem stark gestiegene Diesel- und Düngerpreise sowie anhaltend niedrige Erzeugerpreise verschärfen die Situation zunehmend.…

Konstruktiver Dialog stärkt die Landwirtschaft

L P D – Regelmäßig tauscht sich Ministerpräsident Olaf Lies mit dem Präsidium des Landvolks Niedersachsen zur Lage der Landwirtschaft, sie betreffende aktuelle landes- und bundespolitische Themen und anstehende Weichenstellungen…

Kommunalwahl 2026: „Dein Dorf. Deine Entscheidung“

L P D – Mit einer gemeinsamen Social-Media-Aktion starten Junglandwirte, Landjugend und Landvolk Niedersachsen frühzeitig in den Kommunalwahlkampf 2026. Ab Montag, 13. April, verbreiten die Verbände ihre Botschaft über Instagram,…

Jetzt Wegränder in Niedersachsen planen

L P D – Jetzt ist die richtige Zeit, Wegränder in Niedersachsen anzulegen und naturschutzfachlich aufzuwerten. Gemeinsam rufen die Stiftung Kulturlandpflege und das Landvolk Niedersachsen Akteure im ländlichen Raum dazu…

Landvolk: Netzpaket sorgt für Unruhe auf dem Land

L P D – In der Landwirtschaft wächst die Verunsicherung: Während Höfe zunehmend auf erneuerbare Energien setzen, sorgt ein geleakter Gesetzesentwurf – das sogenannte Netzpaket – derzeit für intensive Diskussionen…

Wie schutzbedürftig ist der Wolf?

L P D – Wie lässt sich der Schutz des Wolfs mit den Interessen der Nutztierhalter vereinbaren – und wie schnell kann Politik darauf reagieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich…