Dr. Holger Hennies

Dr. Holger Hennies
Foto: Landvolk Niedersachsen
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L P D – Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke stellt sich am 3. Dezember 2020 nicht mehr zur Wahl für das Amt des Präsidenten des niedersächsischen Landesbauernverbandes. Jörn Ehlers, Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Rotenburg-Verden, und Dr. Holger Hennies, ebenfalls Vizepräsident und Vorsitzender des Landvolks Hannover, bewerben sich um die Nachfolge. Vizepräsident bleiben möchte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, Ulrich Löhr. Als neuer Vizepräsident kandidiert Manfred Tannen; er ist Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Ostfriesland. Hier stellt sich Dr. Holger Hennies vor.

„Mir ist es wichtig, dass die Bäuerinnen und Bauern die notwendige Weiterentwicklung der Landwirtschaft aktiv mitgestalten können. Ich möchte dabei helfen, praktikable Lösungen zu finden und möchte auch mit Leuten sprechen, die der Landwirtschaft nicht von vornherein wohlwollend gegenüberstehen“, sagt Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies über seine Kandidatur für das Amt des Landvolk-Präsidenten.

Hennies arbeitet mit vier Kollegen zusammen in einer Ackerbaubetriebsgemeinschaft mit 650 ha Fläche in Schwüblingsen im Osten der Region Hannover. Darüber hinaus betreibt er gemeinsam mit seiner Frau eine Schweinehaltung für die Direktvermarktung, nutzt sein Grünland für Pferde des Reitbetriebs und bietet einen „Lernort Bauernhof“ für Schulklassen, Kindergärten und alle Interessierten an. Der Landwirt ist Vorsitzender des Landvolks Hannover und Vorsitzender des Umweltausschusses sowie Vizepräsident des niedersächsischen Landesbauernverbandes.

Besonders eingesetzt hat er sich in diesem Jahr für die Vereinbarung zum Niedersächsischen Weg. „Wir haben in zahlreichen und oft mehrstündigen Sitzungen manchmal um jedes einzelne Wort gerungen“, berichtet Hennies. „Aber jetzt liegt ein Regelwerk auf dem Tisch, das die Interessen der Landwirte berücksichtigt, aber auch dem Natur- und Artenschutz langfristig gerecht wird. Ich bin zufrieden mit den Ergebnissen und möchte weiter dafür arbeiten, dass der Niedersächsische Weg sich weiterentwickeln und sogar Vorbild sein kann für ähnliche Vereinbarungen in anderen Bundesländern und auf Bundesebene.“

Da der 50-Jährige Kartoffeln, Zwiebeln, Zuckerrüben, Weizen, Braugerste, Raps, Dinkel, Roggen und Mais in einem Wasserschutzgebiet anbaut, sieht er direkt auf seinen Feldern, welche Auswirkungen der Klimawandel auf Anbau und Erträge hat. „Ich möchte die berechtigten Ansprüche der Gesellschaft an die Produktionsweisen in der Landwirtschaft mit dem Machbaren vereinen“, betont der Vater von vier Kindern, der vor seinem Studium der Agrarwissenschaften eine landwirtschaftliche Lehre absolviert hat. Promoviert hat er am Institut für Agrarökonomie in Göttingen zum Thema „Stand und Perspektiven der flächenbezogenen Umweltberatung“. Bei allen Veränderungsprozessen ist dem Landwirt auch die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Tierhaltung ein großes Anliegen. „Die Gesellschaft kann nicht nur fordern, sie muss gerade den jungen Landwirten auch langfristige Perspektiven bieten.“

Ansprechpartnerin für diesen Artikel

Sonja Markgraf

Pressesprecherin

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