Entscheidungsverweigerung der EU-Kommission geht zu Lasten der Ernährungssicherheit

DBV-Präsident Joachim Rukwied

DBV-Präsident Rukwied zu Aussagen von EU-Agrarkommissar Wojciechowski

(DBV/Berlin). Zur Aussage von EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski im Agrarministerrat, wonach die EU-Kommission noch keine Entscheidung zur Aussetzung der verpflichtenden Ackerbrache von 4 Prozent und des Fruchtwechselgebots treffen könne, erklärt Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes: „Die Entscheidungsverweigerung der EU-Kommission ist unverantwortlich und geht zu Lasten der Ernährungssicherheit. Die Landwirte brauchen jetzt dringend Klarheit über die Förderbedingungen der GAP, damit sie ihre Aussaat nach der Ernte planen können. Jeder Tag zählt! Seit drei Monaten liegen konkrete Vorschläge der EU-Bauernverbände zur Aussetzung des Fruchtwechselgebotes und zur Flexibilisierung der verpflichtenden Ackerbrache von 4 Prozent in der GAP-Förderung ab 2023 vor. Wer jetzt in Brüssel immer noch prüft, lässt die Landwirte im Stich und gefährdet die Basis für eine stabile Ernte 2023.“

Quelle: DBV-Pressemitteilung vom 19.07.2022