„Welches Schweinerl hätten Sie gerne, lieber LEH?“

L P D – Knüppeldick erwischt es aktuell die Schweinehalter und Ferkelerzeuger. „Nicht nur, dass die Afrikanische Schweinepest im Moment den Exportmarkt lahmlegt und die Schweinepreise purzeln lässt, jetzt irritiert der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Schweinehalter mit der Ankündigung, nur noch chirurgisch kastrierte Schweine abnehmen zu wollen. Das ist ein fatales Zeichen für unsere niedersächsischen Schweinehalter. Statt Verlässlichkeit unter Marktpartnern herrscht nun große Unsicherheit bei den Bauern. Welches Schweinerl hätten Sie denn nun gern, lieber LEH?“, fragt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers entsetzt über die Vorgehensweise und Wankelmütigkeit des Lebensmitteleinzelhandels.

18. September 2020

Sauenhalter appellieren an Solidarität der Kollegen

L P D – Während in Brandenburg weitere Wildschwein-Kadaver mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) gefunden worden sind, appelliert das Landvolk Niedersachsen an die Solidarität unter den Schweinehaltern: „Es ist notwendig, dass die Mäster den Ferkelerzeugern helfen, indem sie Ferkel abnehmen“, sagt Thorsten Riggert, Vorstandsmitglied im Landvolk Niedersachsen und selber Sauenhalter. Denn selbst wenn die Ferkelerzeuger ihre Sauen abschaffen wollten, ginge das nicht von jetzt auf gleich. „Es werden jede Woche Ferkel geboren, dieser Prozess lässt sich nicht einfach aufhalten. Insofern ist es auch ein Gebot der Solidarität und wichtig für die Lieferbeziehungen“, mahnt Riggert. „Für die Schweinemäster besteht bei den derzeit niedrigen Ferkelpreisen keinerlei Risiko, insbesondere da die Schweinepest zum Glück noch nirgends in einem Hausschweinebestand aufgetreten ist. Bislang besteht also kein Grund, Angst um den eigenen Bestand zu haben“, bekräftigt der Landwirt.

17. September 2020

Moor-Aufwuchs nutzen für Artenvielfalt

L P D – Das passiert, wenn große Flächen unter Naturschutz gestellt werden: Auf gerade einmal 100 Hektar seiner Flächen kann Landwirt Hans Lütjen-Wellner noch brauchbares Winterfutter für seine 350 Rinder ernten. 150 Charolais-Mutterkühe gehören zu dieser Herde. Er bewirtschaftet die Flächen ökologisch, das Fleisch der Tiere vermarktet er über den Bioland-Verband und etwa zwei Tiere pro Jahr direkt ab Hof. Eigentlich wollte das Ehepaar mehr Tiere selber vermarkten, aber die Nachfrage ist nicht groß genug. „Vielen ist das Fleisch schlichtweg zu teuer“, bedauert das Landwirte-Paar. Aber die Rinderhaltung hat die Artenvielfalt gesteigert.

17. September 2020

Kaltblüter rücken Baumstämme und schonen die Erde

L P D – Pferde sind zu teuer für die Waldarbeit – dieses Vorurteil hält sich hartnäckig. „Das ist aber Quatsch“, ist sich Kay Stolzenberg aus dem Wendland sicher, der seit 20 Jahren mit Pferden im Wald arbeitet. Die Art und Weise der Waldarbeit unterscheide sich grundsätzlich vom maschinellen Vorgehen und sei nur schwer vergleichbar. Während die maschinelle Holzernte auf Gassen in 20 Metern Abstand angewiesen sei, lasse die Rückearbeit mit dem Pferd dem natürlichen Lebensraum Wald mehr Raum und der Waldboden bleibe weitestgehend unberührt. Weil die Nachfrage nach Holzrückern mit Pferden aber immer weiter zurückgegangen ist, listet die Interessengemeinschaft Zugpferde e.V. derzeit nur noch drei niedersächsische Anbieter des nachhaltigen Holzernteverfahrens auf, schreibt der Landvolk-Pressedienst.

17. September 2020

Auch Öko-Betriebe brauchen Planungssicherheit

L P D – Aufatmen bei den Bio-Betrieben, die neue Öko-Verordnung soll um ein Jahr verschoben werden. „Die Arbeitsprozesse an der neuen EU-Öko-Verordnung gehen derart langsam voran, dass das Verschieben der Anwendung um ein Jahr auf den 1. Januar 2022 die logische Konsequenz sein muss. Es sind viele Strick- und Webfehler in den Entwürfen enthalten, dass man es nicht übers Knie brechen darf. Diese Mängel müssen beseitigt werden – und bis dahin gilt die aktuelle Öko-Verordnung, mit der unsere Bio-Betriebe gut zurechtkommen“, erklärt Carsten Bauck, Vorsitzender des Ausschusses Ökolandbau im Landvolk Niedersachsen.

14. September 2020

30 Jahre „Kompetenz in Rübe“

L P D – Vor 30 Jahren haben zwölf regionale Rübenanbauerverbände den Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) gegründet. Zeitgleich mit der politischen Wende in Deutschland befand sich damals auch die norddeutsche Zuckerwirtschaft im Umbruch.

14. September 2020

Kürbisernte läutet den Herbst ein

L P D – Kürbisse lieben es warm – im Moment herrscht daher perfektes Erntewetter für die bunten Kolosse. „Die Qualität ist super“, bestätigt Maren Jänsch vom Kürbishof Eldagser Hoflieferant. Lediglich die Erntemenge falle wegen des kühlen Frühjahrs noch geringer aus als in den trockenen Vorjahren.

14. September 2020

Schweinepest-Virus erreicht Deutschland

L P D – Das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat die Grenze zu Polen überschritten und Deutschland erreicht. Der Verdachtsfall in Brandenburg wurde vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt. „Wir als deutsche Schweinehalter leben bereits längere Zeit mit der Befürchtung, dass die Afrikanische Schweinepest uns eines Tages erreichen wird. Wir hatten somit die Chance, uns intensiv auf die zu erwartenden Ereignisse einzustellen“, erklärt dazu Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers.

10. September 2020

Bullenmäster stehen vor großen Herausforderungen

L P D – Ställe mit Spaltenböden und Tretmistställe sind hierzulande die gängigen Haltungsformen für Rinder. Martin Lüking, Mäster aus Steimbke-Sonnenborstel und Vorsitzender des Rindfleischausschusses beim Landvolk Niedersachsen, hat auf seinem Hof 500 Bullen in beiden Stall-Arten untergebracht und dafür bereits viel Geld investiert. Bald wird er wieder umbauen müssen, denn in der Niedersächsischen Rindermast-Leitlinie sind auch für Altbauten nach zwölfjähriger Übergangszeit neben Regelungen zum Verhältnis „Platz pro Tier“ zum Beispiel statt Vollspaltenböden künftig weiche Liegeflächen mit gummierten Schlitzböden vorgesehen, die den Tieren ein angenehmeres Liegen ermöglichen sollen.

10. September 2020

Erneuerbare Energien Gesetz muss nachjustiert werden

L P D – Das Landvolk Niedersachsen zeigt sich enttäuscht über den Referentenentwurf zum EEG 2021. Wertvoller Strom aus Biomasse wird nicht hinreichend berücksichtigt, landwirtschaftliche Flächen sollen künftig in zu starkem Umfang für die Solarstromerzeugung umgenutzt werden und die Eigenversorgung bleibt ein bürokratisches Monster. Insbesondere vermisst der Verband eine tragfähige Lösung sogenannte „Ü20-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung laufen“, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

10. September 2020