
Niedersachsens Obst- und Gemüsebauern fordern Ausnahme vom Mindestlohn
L P D – Niedersachsens Obst- und Gemüse- sowie auch die Spargel- und Beerenanbauer blicken mit Sorge auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen in Berlin. Hintergrund ist die geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro ab 2026, eine Forderung des Koalitionspartners SPD. Claus Schliecker, Vorsitzender der Landesgruppe Obstbau Niedersachsen, und Thorsten Flick, Geschäftsführer des Netzwerkes der Spargel- und Beerenverbände, betonen die Dringlichkeit einer Sonderregelung für die Landwirtschaft. Die beiden Branchenvertreter sehen in der Erhöhung des Mindestlohns eine massive Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit und Existenz vieler Betriebe. „Um weiterhin heimisches Gemüse und Obst zu erzeugen, muss es für kurzfristig Beschäftigte in Landwirtschaft und Gartenbau eine Sonderregelung geben“, fordern sie. Der größte Kostenfaktor in der arbeitsintensiven Obst- und Gemüseproduktion seien die Lohnkosten, die bis zu 60 Prozent der Betriebsausgaben ausmachen.